Category: Interkulturalität

Brochagorda: Peruanischer Kulturmix spiegelt sich in der Kunst wider

Brochagorda: Peruanischer Kulturmix spiegelt sich in der Kunst wider

 
Entstehung

Cindy Mescco und Gonzalo Leandro waren Studenten der Kunsthochschule in Lima mit dem Hauptfach Malerei, als sie an einer Ausstellung teilnahmen, für die sie ein Kollektiv namens Brochagorda gründeten. Sie wählten diesen Namen, weil in Peru ein Maler, der Fassaden streicht, umgangssprachlich als “Maler mit breitem Pinsel” bezeichnet wird. Leider wird dieser Begriff aber auch oft zu Künstlern gesagt, um in einer despektierlichen Weise deren Arbeit herabzusetzen.

Brochagorda wurde vor 9 Jahren als Kunstkollektiv gegründet, das sich im Laufe der Zeit zu einer Marke mit einer Merchandising-Linie entwickelt hat, mit der es heute in Peru und anderen Ländern wie Chile, Ecuador, Bolivien, Mexiko, Deutschland und Spanien bekannt ist.

Das Konzept

Die zentrale Idee dieses Kollektivs ist es, grafisch zu erfassen, wer die Menschen waren, wer sie sind und wer sie sein wollen. Die Tatsache, dass jeder Mensch das Kind von jemandem ist, hat Brochagorda seinen Sinn gegeben, denn es gab immer jemanden vor dir, das heißt, dass hinter jedem von uns eine Geschichte steht und dass jeder von uns seine eigene Geschichte erzählt.

In Peru gibt es ein sehr populäres Sprichwort: “el que no tiene de inga, tiene de mandinga” (wer nicht indigen ist, ist afrikanischer Abstammung). Diese Redewendung veranschaulicht sehr deutlich, dass Peru ein Land der Mestizen ist, in dem verschiedene Kulturen miteinander verschmolzen sind und jeder von allem etwas hat. Die Eltern von Cindy und Gonzalo sind aus Cusco und Cerro de Pasco in die Hauptstadt gekommen. Dort wurden die Künstler geboren und wurden geprägt von der ethnischen Vielfalt, die sie als Kinder von Zuwanderern in Lima erlebt haben. Diese kulturelle Mischung drücken die beiden in ihrer Kunst aus, anstatt die verschiedenen Regionen und Abstammungen wie Kreolen, Limeños oder Andenbewohnern voneinander zu trennen. Cindy und Gonzalo wollen einfach nur die Menschen in Lima erfassen, die in der großen Stadt, in der sie aufgewachsen sind, diesen bunten Schmelztiegel bilden.

Die so genannte “Chicha-Kultur” gab ihnen den ersten Anstoß, ihren grafischen Stil zu entwickeln. Diese Kultur wurde durch Migranten ab den 1950er Jahren repräsentiert, wobei die musikalische Verschmelzung des andinen Stils mit “modernen” Instrumenten wie der E-Gitarre oder dem Schlagzeug hervorsticht, eine Musik, die seit den 1980er Jahren populär ist und deren Plakate und Werbungen sich durch ihre Farbigkeit und Lebendigkeit auszeichnen.

Cindy und Gonzalo wollten den Kampf, die Angst, die Freude und die Feste, die aus der Zuwanderung der 1950er Jahre entstanden, darstellen. Auch der Umzug ihrer Eltern in die Hauptstadt, um der Armut zu entfliehen und ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten zu können, wollten sie in ihrer Kunst thematisieren. Die beiden Künstler wuchsen in einem Viertel auf, in dem innerhalb von zwei Häuserblocks Menschen aus fast ganz Peru wohnten. Cindy erzählte uns, dass sie unter anderem mit Familien aus Cuzco, Huancayo, Chachapoyas und Cajamarca ist, die ihre Bräuche miteinander teilten und vermischten. Denn, wie Cindy sagt, ist Peru nicht nur ein multikulturelles Land voller ethnischer Gruppen und Sprachen, sondern auch ein gemischtes Land, und das versuchen sie als Kunstkollektiv in Wandmalereien, digitaler Kunst, Merchandising und Bildungsprojekten wie Workshops, partizipatorischen Wandmalereien und Vorträgen wiederzugeben.

Innerhalb der Merchandising-Kollektion gibt es zwei Linien: Textil mit Poloshirts, T-Shirts, Kleidern und andere Accessoires, die entweder saisonal oder ganzjährig verfügbar sind. Und Schreibwaren und Sonstiges, mit Notizbüchern, Poster, Drucke, Postkarten, Aufkleber, Tassen, Shops und Magnete. Die Produkte sind auf Facebook und Instagram zu finden oder können direkt per E-Mail brochagorda.nuevo.peru@gmail.com bestellt werden.

Herausforderungen und Erfolge

Eine der größten Herausforderungen für Cindy und Gonzalo war, sich von einem Kunstkollektiv zu einem nachhaltigen Kulturunternehmen zu entwickeln, da sie als Kunststudenten keinerlei Erfahrung als Unternehmer hatten. Nach und nach haben sie gelernt, wie der Markt funktioniert, wie sie ihre Produktpalette und ihr Marketing verbessern können und wie sie mit unabhängigen Lieferanten zusammenarbeiten, um ihrer Devise vom faire trade treu zu bleiben.

Als Unternehmen ist Brochagorda mittlerweile derart gewachsen, dass Cindy und Gonzalo Mitarbeiter einstellen mussten, die sie in der Produktion und im Verkauf unterstützen. Dadurch ist auch die soziale Verantwortung der beiden Künstler gewachsen und sie sind bestrebt, ihre Produkte stetig zu verbessern und mit Neuheiten aufzuwarten, um ihre Kunden zu überraschen.

Bei ihren Workshops werden sie oft von jungen Leuten gefragt, ob ein Kunststudium nachhaltig ist. Die ehrliche Antwort der beiden lautet, dass es schwierig, aber nicht unmöglich ist, mit Kunst ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Eine der Voraussetzungen dafür ist, sich auch in rechtlichen und administrativen Angelegenheiten gut auszukennen. Nur so kann mit Kunst langfristig auch Geld verdient werden.

 
Cindy Mescco und Gonzalo Leandro

Cindy hat uns auch erzählt, dass sie es manchmal kaum glauben können, wie weit sie gekommen sind. Ihr Erfolgsgeheimnis sieht sie darin, dass sich die Menschen mit ihrer Marke und dem Konzept, das sie vermitteln wollen, identifizieren können. Von ihren Kunden hört sie oft Äußerungen wie “Ich habe ein Polohemd von Ihnen gekauft und meinen Freunden erzählt, was es bedeutet”, “Diese Grafik in meinem Notizbuch erinnert mich an meine Mutter und ihr Dorf”, “Dieser Satz macht mich immer glücklich”, “Immer, wenn ich bei meinem Vater bin, trinke ich einen Kaffee mit meiner saqra-Tasse (kleiner Teufel, schelmisch oder spitzbübisch)”. Es ist für die beiden Künstler eine große Genugtuung, dem Alltag der Menschen mit ihren Produkten eine Bedeutung geben zu können und dafür zu sorgen, dass sie sich mit ihren Wurzeln und ihrer Kultur identifizieren. Denn genau das war der Grund, das Künstlerkollektiv ins Leben zu rufen.

Dank Brochagorda bereisten Cindy und Gonzalo verschiedene Länder wie Chile, Ecuador, Bolivien und Deutschland und konnten dadurch unterschiedliche Kunstauffassungen kennenlernen. Gemeinsam mit dem peruanischen Bildungsministerium führen sie Workshops mit Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen durch und stellen durch den Austausch immer wieder fest, wie groß und vielfältig Peru ist.

Mittlerweile sind sie Kooperationen mit renommierten Unternehmen wie Faber Castell, Coolbet und Civa eingegangen, die sich alle für ihre Grafiken entschieden haben. Trotz des internationalen Erfolgs von Brochagorda wollen die beiden weiterhin dazulernen und sowohl als Künstler als auch als Unternehmen wachsen.

Zielsetzungen und Ziele

Besonders in Deutschland kommen die farbenintensiven Grafiken gut an, und der große Mehrwert von handgefertigten und personalisieren Arbeiten wird von den deutschen Kunden sehr geschätzt. Daher überrascht es nicht, dass sich das kleine Kulturunternehmen Brochagorda zum Ziel gesetzt hat, im deutschen Markt mehr und mehr Fuß zu fassen und weiterhin zu wachsen.

Aktuell wohnt Cindy in Deutschland, wo sie auch unseren Kurs “Curso de Exportación” absolviert hat. Es war für sie eine großartige Gelegenheit, alles Nötige über den deutschen Markt und seine Gegebenheiten zu lernen, um ihre Kunst und ihre Merchandising-Produkte zukünftig noch erfolgreicher vermarkten zu können.

Der Kurs hat ihr geholfen, einen breiteren Blick für ihre Möglichkeiten zu bekommen. Insbesondere hat sie vom persönlichen Austausch mit unserem qualifizierten und erfahrenen Team profitiert, mit dem sie direkt sprechen konnte und dass ihr stets all ihre Fragen beantwortete. Auch das Treffen mit anderen Unternehmern, die ebenfalls wachsen und Neues schaffen wollen, war für sie äußerst wertvoll. Sie fühlt sich als Teil einer Gemeinschaft, die sie darin unterstützt, sich weiter auf dem Markt zu profilieren.  Für Cindy hat sich die Teilnahme am “Curso de Exportación” gelohnt, und sie wünscht uns, dass auch wir wachsen und mehr Unternehmer unterstützen werden. Sie weiß, dass jeder Kurs eine Investition in die Zukunft ist, um sich weiter zu verbessern.

Zukunftspläne

Cindy konzentriert sich derzeit auf den Online-Verkauf ihrer Produkte, die Entwicklung von Wandbildern, die Vergabe von Aufträgen für handgemalte Poster und Online-Aktivitäten in den sozialen Medien.

Daneben arbeitet Brochagorda aktuell an einem großen Projekt anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums. 2023 werden Cindy und Gonzalo eine retrospektive Ausstellung von den Anfängen bis zur Gegenwart veranstalten und eine eigene Website dazu einrichten.

Ein weiteres Steckenpferd ist Sonido Gráfico. Das ist eine Plattform, auf der sie ihre Arbeiten präsentieren werden, die sie zusammen mit Cultum Azathoth in Deutschland entwickeln werden. Bei dem Projekt geht es darum, ihre Leidenschaft für Grafik und Musik zu vereinen. Zurzeit präsentieren sie Hightech-Musikveranstaltungen mit viel Grafik und Farbe im Einklang mit diesem Prozess der kulturellen Vermischung.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des “Curso de Exportación” ist Cindy enthusiastisch. Sie weiß, dass neue Herausforderungen vor ihr liegen, wie zum Beispiel die deutsche Sprache zu lernen, die sie schnell beherrschen möchte. Und sie ist froh zu wissen, dass sie auch weiterhin auf den Support der lateinamerikanischen Gemeinschaft in Deutschland zählen kann, die sie bereits sehr unterstützt hat. Jeden Tag trifft sie mehr Menschen, die sich für ihre Projekte interessieren und die sie motivieren, weiterzumachen. Cindy hofft, viele spannende Projekte mit anderen Künstlern ins Leben rufen zu können, um weiterhin zu wachsen.

Wir danken Cindy Mescco dafür, dass sie ihre Erfahrungen mit uns geteilt hat, und es freut uns sehr, dass unser Kurs und unsere Gemeinschaft sie in der Erreichung ihrer beruflichen Ziele unterstützen konnten. Für die Zukunft wünschen wir Cindy und Gonzalo alles Gute und sind uns sicher, dass die beiden ihre Ziele erreichen werden.

 

 

Geschrieben von Mónica Valcárcel

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View of the Amazon Region

NB-LAB Forschungsprojekt im Amazonasgebiet: Ehrsam Peru-Consult begleitet wissenschaftliches Pilotprojekt deutscher und peruanischer Universitäten

NB-LAB Forschungsprojekt im Amazonasgebiet: Ehrsam Peru-Consult begleitet wissenschaftliches Pilotprojekt deutscher und peruanischer Universitäten

Praxisnahes Forschen im Amazonasgebiet

Die Initiative des praxisnahen Forschens im Amazonasgebiet (NB-LAB-„nature-based living lab) ist ein ambitioniertes Vorhaben.

Das durchführende internationale Konsortium besteht aus vier Universitäten aus Peru bzw. Ecuador, dem ersten Exzellenzzentrum Perus, einer spanischen Universität aus Madrid und zwei deutschen Hochschulen aus Wismar und Jena. Die Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsteams kommen der indigenen Bevölkerung und der Natur vor Ort zugute.   


 

Von August bis September 2022 findet das 1. Nature Based Living Lab im Amazonasgebiet statt. Austragungsort ist Tena/Ecuador und für das Jahr 2023 Iquitos/Peru. Ehrsam Peru-Consult begleitet das Projekt und bringt seine Fachexpertise zur interkulturellen Kompetenz und Persönlichkeitsentwicklung ein. Hierzu finden semi-strukturierte Interviews und Fokusgruppenworkshops mit den Teilnehmern aus allen Ländern statt.

  • „Wir wollen die Universitäten und Forschungsteams bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit unserer Erfahrung und unserem Wissen aktiv zu unterstützen. Als ich gefragt wurden, ob wir uns die Begleitung dieses ambitionierten Pilotprojektes vorstellen könnten, habe ich sofort zugesagt. Das NB-LAB ist wie ich finde eine sehr gute Lernmethode“, so Holger Ehrsam, Gründer und CEO.

Die langjährige Expertise aus Kundenprojekten von Ehrsam Peru-Consult fließt dabei ebenso ein wie eine wissenschaftsbasierte Arbeitsweise.


 

Die teilnehmenden wissenschaftlichen Einrichtungen sind:

            • Universidad Nacional Mayor de San Marcos, Lima
            • Universidad Regional Amazónica (IKIAM), Ecuador
            • Universidad Tecnológica Equinoccial (UTE), Ecuador
            • Universidad Autónoma de Madrid (UAM)
            • Universidad de la Amazonía Peruana (UNAP), Iquitos
            • Centro de Investigaciones Tecnológicas Biomédicas y Medioambientales (CITBM), Lima
            • Universidad de Wismar (Alemania)
            • Universidad de Jena, Ernst-Abbe (Alemania)

 

Über Ehrsam Peru-Consult GmbH – die Brücke zwischen Peru und Deutschland

Ehrsam Peru-Consult bringt Menschen und Unternehmen aus Peru und Deutschland zusammen. Es ist die Brücke zwischen Peru und Deutschland und #1 Business-Experte in Deutschland mit ausschließlichem Fokus auf Peru

Als erster Ansprechpartner unterstützt Ehrsam Peru-Consult seit 2012 mit praxiserprobten Wissen deutsch-peruanische Gründer und Entrepreneure als Mentor sowie berät peruanische Familienbetriebe, die in den deutschen Markt erfolgreich eintreten wollen. 


 

Über den Autor: Holger Ehrsam ist Gründer von Ehrsam Peru-Consult GmbH und seit Jahrzehnten mit Peru vertraut.

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Nachhaltigkeit in Peru und bei Ehrsam Consult

Ein Blick in die Vergangenheit

Nachhaltigkeit, Umwelt oder Umweltauswirkungen sind seit den 70er Jahren ein Thema, jedoch beschränkten sich die Unternehmen auf die Einhaltung der existierenden Vorschriften. In den 1990er Jahren wuchs die weltweite Besorgnis über den Klimawandel, und die Unternehmen entwickelten Strategien zur Minimierung der Umweltauswirkungen.

Anfang der 2000er Jahre begann man dann, von Ökoeffizienz auf Unternehmensebene zu sprechen, und später wurde der Begriff der nachhaltigen Entwicklung eingeführt. Heutzutage sollten nicht nur einzelne Unternehmen nachhaltig sein, sondern auch die Wertschöpfungskette sollte die Nachhaltigkeit in integrierter Form berücksichtigen.

Was ist Nachhaltigkeit eigentlich?

Nachhaltigkeit kann als eine Reihe von Maßnahmen definiert werden, die dazu beitragen, die gegenwärtigen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne künftige Bedürfnisse zu gefährden. Das bedeutet, dass diese Maßnahmen darauf abzielen müssen, zur Erhaltung und zum Schutz der Umwelt beizutragen, da die Ressourcen nicht unbegrenzt sind und wir sie zum Überleben brauchen. Nachhaltigkeit muss auch die wirtschaftliche Entwicklung aller beteiligten Parteien fördern.

Nachhaltigkeit und Landwirtschaft

Aufgrund der Besorgnis über den Klimawandel hat beispielsweise die Lebensmittel- und Getränkeindustrie Maßnahmen zur Kontrolle der Umweltverschmutzung und der Umweltauswirkungen ergriffen. Importierende Unternehmen begannen, Zertifizierungen zu verlangen, die die Integration von Nachhaltigkeit in den Produktionsprozess garantieren, und so wurden in der gesamten Wertschöpfungskette strengere Standards für die Homogenisierung von Produkten angewendet.

So setzt Peru das Streben nach Nachhaltigkeit um

Ein aktueller Gesetzesentwurf mit dem Titel “Gesetz zur Verwaltung und Förderung nachhaltiger Städte” soll in Peru einen institutionellen Rahmen für die Planung und Schaffung angemessener Bedingungen für die Entwicklung nachhaltiger Städte schaffen. Das neue Gesetz will eine Reihe konkreter Beiträge zur Entwicklung peruanischer Städte fördern und wurde in Zusammenarbeit mit der peruanischen Gesellschaft für Umweltrecht (SPDA) entwickelt. Ziel des Vorstoßes ist es, die politische Tagesordnung vorantreiben und über Umweltthemen und Nachhaltigkeit nicht nur zu debattieren, sondern strategische und konkrete Aktionen abzuleiten. Außerdem sollen Umweltelemente auf rechtlicher Ebene verankert werden, sodass sie dann durch andere Instrumente wie Vorschriften, kommunale Verordnungen und andere Arten von öffentlichen Maßnahmen zur Verwirklichung einer nachhaltigen Stadt weiterentwickelt werden können.

Lima fördert ihre Nachhaltigkeitsstrategie für die Reaktivierung der Stadt

Währenddessen hat Lima ihren ihren Beitritt zur von der UN unterstützten globalen Bewegung für nachhaltige Reiseziele angekündigt. Mincetur, vertreten durch PROMPERÚ, und das Vizeministerium für Tourismus werden zusammen mit der Stadtverwaltung von Lima die erste Phase für die Aufnahme der peruanischen Hauptstadt in den Global Sustainable Destinations Index (GDS-Index) leiten. Dieser misst, evaluiert, vergleicht und verbessert die Nachhaltigkeitsstrategie und -leistung von Reisezielen für Meetings, Events und Geschäftstourismus. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden die Grundlage für die nachhaltige Entwicklung Limas bilden.

Lima, Peru

So lebt Ehrsam Peru-Consult Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist auch in unserem Beratungsunternehmen ein höchst aktuelles Thema. Wir wollen ökonomische, soziale und kommunikative Verantwortung übernehmen und haben aus dem Grund fünf Ziele definiert, die wir bis 2025 erreichen wollen:

  1. Soziale Verantwortung: Wir werden aktiv zum gesellschaftlichen Fortschritt beitragen, indem wir Menschen in Peru und Deutschland durch Bildung zu diesem befähigen.
  2. Globale Verantwortung: Wir werden Lieferanten und Kunden auf ihrem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften begleiten und bestärken
  3. Produktverantwortung: Wir wollen Mehrwert für unsere Partner entlang der Wertschöpfungskette schaffen und unseren Umsatz erhöhen
  4. Ökonomische Verantwortung: Wir wollen nachhaltige Projekte finanziell fördern
  5. Kommunikative Verantwortung: Wir werden Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in der Kommunikation mit unserer Community etablieren

Aktuell erarbeiten wir Maßnahmen, mit denen wir die gesetzten Ziele bis 2025 erreichen werden. Du als Leser dieses Blog und/oder Newsletters und Kunde von Ehrsam Peru-Consult wirst laufend über die neuesten Entwicklungen informiert.

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Die Kulturkarte (Culture Map) – die 8 Dimensionen in Peru

Eduardo arbeitet in Deutschland in einem großen inhabergeführten Maschinenbaubetrieb und ist eine angesehene, zielstrebige und erfolgreiche Führungskraft. Er genießt bei seinem Team und bei der Geschäftsleitung höchstes Vertrauen. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen und deutsch-peruanischer Herkunft wurde Eduardo gebeten für 3-4 Jahre nach Peru zu gehen. Er soll in seiner Heimat das Vertriebs- und Servicebüro übernehmen und das vorhandene Team auf Vordermann bringen um ähnliche Ergebnisse wie in Deutschland zu erzielen.

Eduardo freut sich sehr endlich wieder dauerhat in seiner geliebten Heimat zu sein. „Ein Leichtes“, meint er und macht sich auf den Weg nach Lima. Er lebt zwar seit seinem Studium in Deutschland und nicht mehr in Peru, aber er verfolgt die Entwicklung in Peru täglich. Er ist auch laufend in engem Kontakt mit den Kollegen in Lima und einmal im Jahr über Weihnachten zu Besuch in Peru.

Fünf Monate nach der Übernahme seiner neuen Aufgabe in Lima will es mit dem neuen Teams nicht so richtig funktionieren. Die Ergebnisse im Verkauf sind unter den Erwartungen, die Motivation im Team wird täglich schlechter und Eduardo ist verzweifelt. Was macht er bloß falsch?

Kultur ist hochkomplex und Eduardo hat sich in den Jahren in Deutschland verändert und verhält sich aus Sicht seiner Kollegen “raro”.

Um Führungskräfte wie Eduardo in ihrer Arbeit zu unterstützen, setze ich im Rahmen von Workshops und Coachings (für Peruaner in Deutschland und für Deutsche in Peru und wie im Fall von Eduardo, von Peruanern  die in Deutschland waren und zurückkehren), die “Kulturkarte” (Culture Map) von Erin Meyer ein (Meyer, Erin (2016): The Culture Map: Decoding How People Think, Lead, and Get Things Done Across Cultures, New York, PublicAffairs.)

(Deutschland: durchgezogene Linie; Peru: gestrichelte Linie)

Die 8 Dimensionen

Die Kulturkarte stellt acht Dimensionen gegenüber. Diese sind, Kommunikation Low-Kontext und High-Kontext, Bewertung von Ergebnissen durch Kritik (Feedback), Überzeugungen (Werte und Glaubenssätze), Führung aus Sicht der Hierarchie (Machtdistanz), Treffen von Entscheidungen, Vertrauen (auf Beziehungen oder Fachwissen gründend), Äußerung von Meinungen (Umgang mit Unstimmigkeiten) und die Planung (Aufgaben werden nacheinander oder gleichzeitig erledigt).

Peruanische und die deutsche Kultur sind sehr unterschiedlich und es gibt hier viel zu tun. Interessant ist, würde man Peru mit China vergleichen, gäbe es hier kaum Unterschiede. In der Tat scheint die chinesische und peruanische Kultur sich bei den 8 Dimensionen sehr ähnlich zu sein.

Wichtig ist zu bemerken, dass die Ergebnisse auf Länderebene oder auf Regionen basieren. Eine einzelne Person kann dennoch eine andere Sichtweise haben, anders denken und fühlen, obwohl die Gesellschaft insgesamt anders erlebt wird.


Die Maßnahmen

Die Herausforderungen der Organisationen liegen im Erkennen und im Interpretieren von kulturspezifischen Unterschieden und die Reaktion darauf.

Es reicht nicht aus in einer anderen Kultur zu leben, um diese zu verstehen. Verstehen bedeutet nicht alle Unterschiede zu erkennen und diese zu respektieren und diese schließlich auszusöhnen.

Die Reaktion darauf ist Manager, Führungskräfte und Mitarbeiter das „Erkennen“ zu ermöglichen, um den Prozess des „Respektierens“ und der „Aussöhnung“ anzustoßen. Dies kann erfolgen durch eine Kombination aus Eigenstudium (beispielsweise durch das Überlassen von Büchern), durch Trainings (zur Vermittlung von Hintergrundwissen), durch Workshops (beispielsweise länderübergreifend die online durchgeführt werden, um das Wissen anzuwenden), durch ein Buddy-Konzept (beispielsweise sucht sich jeder Mitarbeiter einen Ansprechpartner aus einer anderen Kultur für den bilateralen Austausch), durch die Gründung einer internen Community zum Thema Interkulturalität im Unternehmen oder durch Coffee Breaks (das Treffen auf einen Kaffee kann in der Cafeteria, in der Etagenküche oder virtuell mit beispielsweise von zwei bis vier Teilnehmern aus verschiedenen Ländern durchgeführt werden).


Die eine Idee

Die eine Idee, die mich beeindruckte und ich anders als davor sehe, ist die Art und Weise wie Entscheidungen getroffen werden. Bisher hatte ich das mit der Kulturdimension der Power Distance von Geert Hofstede verbunden. Der Einfluss der Konsensbereitschaft auf Entscheidungen, also je höher der Wert „Konsens“ in einer Kultur ist, desto mehr Personen werden in den Entscheidungsprozess eingebunden, hatte ich bisher nicht betrachtet. So wird in Deutschland bei der Entscheidungsfindung viel diskutiert, während in Peru häufig das Netzwerk von Bekannten aktiviert wird um deren Meinung zu höhren, und dann wird die Entscheidung im Team kommuniziert.


Noch ein Wort

Noch ein Wort zum Buch. Erin Meier ist US-Amerikanerin. Sie verbrachte Zeit in Afrika, lebt jetzt in Paris und ist mit einem Franzosen verheiratet. Nach Stationen in verschiedenen Beratungsfirmen kam sie durch ihre Arbeit als Dozentin bei INSEAD, einer renommierten internationalen Wirtschaftsschule in Paris, in Kontakt mit zahlreichen Experten auf dem Gebiet der Interkulturalität. Erin Meyer erhielt zahlreiche Auszeichnungen unter anderem wurde sie mehrmals zu einer der weltweit wichtigsten Businessdenkerin gewählt.

Erin Meyer hat ihre Erfahrungen aus den Gesprächen und Kontakten mit anderen Kulturen zusammengefasst. Es sind nicht alle Länder untersucht worden und ob die empirische Erhebung einen validen Datensatz darstellt, ist zu hinterfragen.

Noch ein Wort zu Eduardo: Mit Eduardo und seinem Team führte ich Workshops durch und er selbst wurde von mir 12 Monate lang gecoacht. Die Ergebnisse in der Firma stellten sich sehr schnell ein. Noch heute stehe ich mit Eduardo in einem engen regelmäßigen Austausch.

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PERU – Jobchancen: 5 tolle Möglichkeiten für Deutsche

Sehr häufig möchten Deutsche aufgrund familiärer Wurzeln oder privaten Beziehungen ihren Lebensmittelpunkt nach Peru verlegen. Sie suchen dann eine stetige Einkommensquelle wie einen sicheren Arbeitsplatz oder ein passives Einkommens. Durch Corona verstärkt sich die Alternative des Home Office.

Die Möglichkeiten in Peru sind vielfältig:

  1. Als Expat bei einer deutschen Firma oder Institution
  2. Im Home Office für deutsche Firmen
  3. Als lokaler Mitarbeiter bei deutschen Firmen oder Institutionen
  4. Als Selbstständiger oder Unternehmer
  5. Als lokaler Mitarbeiter bei peruanischen Firmen
  6. oder als lokaler Mitarbeiter bei peruanischen Firmen mit finanzieller Unterstützung aus Deutschland (CIM/GIZ) – hier geht es zum podcast “Rückkehr in die Heimat”

Gute Arbeitsgebiete für Deutsche finden Sie in Branchen wie Bergbau, Gesundheitswesen, Handwerk, Software, Tourismus oder Umwelt.

5 Möglichkeiten in Peru zu arbeiten

1) Als Expat bei einer deutschen Firma oder Institution

Eine Idee ist es bei renommierten Firmen wie Bosch, DHL, Faber Castell, Fraport, Hamburg Süd, Heinz Glas, Kärcher, Siemens, ThyssenKrupp oder anderen vertretenen deutschen Unternehmen als Expat zu arbeiten.

Immer wieder treffe ich auch Deutsche die für deutsche Regierungsorganisationen in Peru arbeiten. Beispiele sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Welthungerhilfe, Lehrer an einer deutschen Schule, Berater der Marine, Langzeitprojekte von Beratern in den öffentlichen Verwaltungen, Mitarbeiter bei der deutschen Botschaft oder beim Goethe Institut.

Sind Sie bereits in einer der genannten Firmen und Institutionen tätig und als Führungskraft oder Spezialist tätig, dann haben Sie eine richtig gute Ausgangssituation. Sie erhalten dann ein rund-um-sorglos Paket. Falls nicht, dann wird es sehr schwierig. Praktisch ist mir niemand in den vielen Jahren begegnet, der als Quereinsteiger eine Expat-Stelle in Peru erhielt.

Vorteile:

  • Beschaffung der Arbeitsgenehmigung und Visa
  • Gehalt wie in Deutschland
  • soziale Leistungen
  • Sonderleistungen wie Auslandszuschuss
  • Übernahme Schulgeld
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes

Nachteil:

  • die Entsendung ist befristet und die Rückkehr nach Deutschland fällt meist sehr schwer

2) Im Home Office für deutsche Firmen

Ich kenne Spezialisten die in Peru im Home Office für deutsche oder internationale Firmen arbeiten. Die Internetinfrastruktur ist in Lima und den anderen bedeutenden Städten sehr gut ausgebaut. Es lässt sich von Peru aus richtig gut arbeiten.

Einzig die Zeitverschiebung zu Europa ist schwierig. Wenn Sie um 09.00 Uhr deutscher Zeit starten wollen, müssten Sie um 02.00 oder 03.00 Uhr, je nach Sommer- oder Winterzeit, starten.

Ich empfehle Ihnen mit dem Arbeitgeber zu besprechen, dass Sie um 11.00 oder 12.00 Uhr starten, dann fällt das Aufstehen wahrscheinlich etwas leichter. Vorteil der Zeitdifferenz ist, dass Sie Aufgaben aus Deutschland übernehmen können und diese am Arbeitsbeginn in Deutschland dann bereits vorliegen.

Vorteile:

  • Arbeitsgenehmigung ist nicht notwendig
  • Deutsches Gehalt
  • Deutsche soziale Leistungen
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes
  • Kein Ablauf der Entsendung und Rückkehr nach Deutschland

Nachteil:

  • Keine Sonderleistungen für Auslandszuschuss
  • Keine Übernahme Schulgeld
  • Befristung des Aufenthaltstitels (Visa)

3) Als lokaler Mitarbeiter bei deutschen Firmen oder Institutionen

Eine Alternative für Sie ist es als lokaler Mitarbeiter bei deutschen Unternehmen und Regierungsorganisationen zu arbeiten. Leider finden sich kaum entsprechende Stellenangebote. Sie brauchen daher ein sehr gutes Netzwerk in den relevanten Firmen und Institutionen.

Die Stellen werden teilweise aus Deutschland heraus besetzt. Außerdem bewerben sich für diese wenigen Jobs viele Fachkräfte mit deutsch-peruanischen Wurzeln, die beide Kulturen kennen und beide Sprachen fließend sprechen.

Vorteile:

  • Beschaffung der Arbeitsgenehmigung und Visa
  • Gewisse Sicherheit des Arbeitsplatzes
  • Unbefristeter Aufenthalt in Peru und damit keine Rückkehrpflicht nach Deutschland

Nachteile:

  • nur lokales Gehalt
  • in der Regel eingeschränktere soziale Leistungen
  • wenig bis keine Sonderleistungen
  • in der Regel keine Übernahme Schulgeld

4) Als Selbstständiger oder Unternehmer

Eine weitere Möglichkeit für Sie ist es sich als Selbstständiger oder Unternehmer in Peru zu etablieren.

Die Umsetzung ist gerade bei bi-nationale Ehen in Bezug auf Aufenthalt und Unternehmensgründung sehr einfach. Sie brauchen nur ein exzellentes Geschäftsmodell sowie gutes Netzwerk, um Ihre Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich zu verkaufen.

Ich kenne Unternehmer die von Peru aus nach Deutschland exportieren. Es sind peruanische Produkte aus den Sektoren Bergbau, Landwirtschaft und Textilien.

Je größer Ihr finanzielle Rückhalt ist, umso besser. Sie können dann in Ruhe Ihren Kundenstamm aufbauen und auch eine Phase niedriger Erlöse überbrücken. Sie vermeiden dann Preiszugeständnisse zu machen die Sie möglicherweise nicht mehr aufholen können.

Vorteile:

  • Einfache Gründung und Visa durch den Partner
  • Unbefristeter Aufenthalt in Peru und damit keine Rückkehrpflicht nach Deutschland
  • Nutzung der Kenntnisse des peruanischen und deutschen Markts

Nachteile:

  • Einnahmen auf Höhe der lokalen Preise
  • keine soziale Leistungen
  • keine Sonderleistungen
  • keine Übernahme Schulgeld
  • keine Sicherheit beim Einkommen

5) Als lokaler Mitarbeiter bei peruanischen Firmen

Deutsche haben einen guten Ruf in Peru und werden gerne als Arbeitnehmer in verschiedenen Funktionen aufgenommen. Der Arbeitsmarkt bietet für alle Qualifizierungen ein breites Angebot.

Im Regelfall sind peruanische Unternehmen nur zu lokalen Bedingungen am Know-How Deutscher interessiert. Diese Variante ist schwierig. Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung, dass die Lebenshaltungskosten in Peru sehr unterschiedlich sind. Je nach Stadt, Stadtteil und Umfeld.

Sie kommen nur sehr schwer mit einem lokalen Gehalt aus, wenn Sie den deutschen Lebensstandard halten wollen. Die Kosten für diesen Standard liegen auf deutschem Niveau und bei Bildung sogar darüber.

Das lokale Gehalt entspricht etwa 1/3 des deutschen Gehaltsniveaus. Ich kenne Familien, deren Einkommen nicht für die Zahlung des Schulgelds für die deutsche Schule reicht. Dadurch wird eine spätere Rückkehr nach Deutschland problematischer.

Bedenken Sie auch, dass in Peru andere Arbeitsgesetze herrschen.

Meine Beobachtung ist, dass sehr viele meiner Kontakte mit lokalen Arbeitsverträgen etwa alle 2 Jahre ihren Job wechseln. Schauen Sie zum Beispiel bei LinkedIn in den Lebensläufen nach. Sie werden erstaunt sein.

Immer wieder höre ich auch, dass peruanische Firmen die Arbeit scheuen Arbeitsgenehmigungen einzuholen und Deutsche dann im Rahmen ihres Touristenvisums arbeiten lassen wollen. Davon rate ich Ihnen ab.

Vorteile:

  • Unbefristeter Aufenthalt in Peru und damit keine Rückkehrpflicht nach Deutschland

Nachteile:

  • in der Regel keine Beschaffung der Arbeitsgenehmigung u
  • nur lokales Gehalt
  • in der Regel lokale soziale Leistungen
  • wenig bis keine Sonderleistungen
  • keine Übernahme Schulgelds
  • in der Regel wenig Sicherheit des Arbeitsplatzes

Wenn Sie zu einem Stellenangebot telefonieren, werden Sie oft gebeten Ihren Lebenslauf per E-Mail zu senden. E-Mails werden jedoch oft ignoriert.

3 Empfehlungen hierzu:

1) Die bessere Option ist, den möglichen Arbeitgeber anzurufen, um ihnen mitzuteilen, dass Sie ihnen Ihren Lebenslauf per E-Mail geschickt haben.

2) Noch besser ist es, sich bei einem Urlaubsaufenthalt vor Ort persönlich vorzustellen. Dadurch erhöhen Sie deutliche Ihre Chancen.

3) Am besten ist es über Familie, Freund oder sonstigen Netzwerk dem Entscheider vorgestellt oder empfohlen zu werden.

Vereinzelt können Sie hochdotierte Stellen auf gleicher Ebene wie eine Expat- oder lokale Stelle bei deutschen Firmen finden. TOP Manager und Spezialisten werden meist durch Headhunter gesucht und nicht durch Online-Portale.

Gründe sind die begrenzte Anzahl der Angebote an diesen Stellen und vor allem das bestehende langjährige und enge Netzwerk der Entscheider.

Typischerweise ist der Entscheider im TOP Management oder Gesellschafter. Sein Netzwerk wuchs über Schule, Universität, Clubs und befreundeten Familien. Aus diesem Kontakten wird meist die Stelle besetzt.

HILFREICHE LINKS

Überblick über den Arbeitsmarkt

Fokus Deutschland: Führungskräfte und Spezialisten

  • Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) versteht sich als Kompetenzzentrum der internationalen Zusammenarbeit der deutschen Bundesregierung. Es vermittelt Fach- und Führungskräfte in Partnerorganisationen in Peru. Durch den Ausgleich des Gehaltsunterschied wird das deutsche Gehaltsniveau erreicht.https://www.cimonline.de/de/bewerber/1732.asp
  • Die German JobXchange der AHK Lima ist eine Dienstleistung, die den Bewerber bei wichtigen Unternehmen aus dem Netzwerk anbietet. Die AHK verfügt über sehr gute Kontakte zu den Führungsebenen der angesehensten peruanischen Unternehmen, um jedem Bewerber die Stelle zu finden, die für ihn geeignet ist und die er anstrebt.https://peru.ahk.de/

Fokus International: Führungskräfte und Spezialisten

  • Die PageGroup ist ein international gut aufgestelltes Personalberatungsunternehmen und auch in Peru tätig. Häufig finden sich Stellen als Country Manager mit Bezahlung in US-Dollar. Teilweise werden auch hochbezahlte lokale Jobs angeboten.https://www.michaelpage.pe/
  • Head Hunters Peru ist ein lokaler Personalberater mit einer Nähe zu Deutschland.//www.headhuntersperu.com/
  • Überschaubares durchaus hochwertige Jobangebote die sich insbesondere an Ausländer richten. Das Gehalt ist für Peru ordentlich, für deutsche Verhältnisse niedrig.https://www.learn4good.com/jobs/language/english/list/country/peru/

Fokus lokale Stellenangebote

Insider-Tipp: Ein Tool mit einer Vielzahl von Hilfsmitteln auch in spanischer Sprache ist https://novoresume.com/es

Fazit

Der schnellste Weg in Peru zu starten ist das eigene Business. Die Chancen stehen hierfür sehr gut, da Deutschland eine hohe Reputation genießt. Es ist jedoch nicht immer einfach. Der sicherste Weg ist es als Expat in Peru zu starten. Die Chancen hierfür stehen eher schlecht. Es bestehen nur wenige Stellen und die Bewerberzahl ist enorm. Der am meisten gewählte Weg ist eine Kombination aus verschiedenen Optionen und meist ist es nicht ideal. Es ist aber viel besser, als es nicht zu probieren.

Beste Grüße

Holger Ehrsam

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Emoliente Tees aus Peru für Lebensfreude

Gonzalo Agusti ist als Sohn peruanischer Einwanderer in Deutschland geboren und sieht sowohl Deutschland als auch Peru als seine Heimat. Während seinem BWL und Management Studium entwickelte er immer mehr Interesse für interkulturelles Verständnis und realisiert, dass er beruflich Leute aus unterschiedlichen Kulturen miteinander verbinden wollte, um so Brücken zwischen Ländern, Sprachen und Völkern zu bauen.

Peruanischer Urgroßvater liefert Anstoß zur Businessidee

Nach Abschluss des Studiums entschied er, sich mit einem eigenen Unternehmen selbständig zu machen und suchte lange nach einer passenden Geschäftsidee. Er erinnerte sich an seinen peruanischen Urgroßvater, der, wie sich ein paar Jahre zuvor herausgestellt hatte, in Peru mehrere Felder besaß. Gonzalo überlegte sich, wie er die Felder mit typischen peruanischen Produkten bewirtschaften konnte, die man in Deutschland noch nicht kannte. Bei seiner Recherche stieß er auf sogenannte Emolientes. Emolientes sind Tees, die in Peru zu jeder Tageszeit warm und auch kalt getrunken werden. Dabei handelt es sich aber um weit mehr als einfach nur um Teetrinken. Emolientes sind ein eigentliches Ritual und von den Inka und peruanischen Kräuterschamanen inspiriert, die seit Jahrhunderten Körper und Geist mit Teemischungen in Einklang gebracht haben.

Peruanisches Lebensgefühl für gestresste Deutsche

Gonzalo wusste sofort, dass er seine Geschäftsidee gefunden hatte. Denn genau dieses entspannte und entschleunigte Lebensgefühl der Peruaner fehlte seiner Meinung nach hier in Deutschland. Und peruanische Lebensfreude und Inka-Weisheiten waren ein guter Weg, um inmitten des Alltagsstresses für Ruhe und Entschleunigung zu sorgen. In Peru ist es üblich, dass jede Familie ihren eigenen Schamanen hat, so auch die Familie von Gonzalo. Von ihm stammten die Rezepturen für die Emolientes, die Gonzalo leicht veränderte, damit sie auch den deutschen Geschmack treffen würden.

Gustavo Agusti und Camila Rummler (Co-Founderin)

Wayu Tales – ein Unternehmen will eine Geschichte erzählen

2019 gründeten Gonzalo und Camila Rummler, seine Co-Founderin das Unternehmen Wayu Tales, um die peruanischen Emolientes nach Deutschland zu importieren und hier zu vertreiben. Die Produktpalette beinhaltet mittlerweile nicht nur Emolientes, sondern auch verschiedene Superfoods und Zubehör für verschiedene Inka-Rituale.

Mehr über Wayu Tales in meinem Podcast

Ich habe mit Gonzalo ein ausführliches Interview über die Gründung von Wayu Tales, sein Marketing, den Vertrieb und Emoliente Tees geführt. Das ganze Gespräch kannst du dir hier anschauen.

Wer dringend Zeit für sich braucht, der kann die Emolientes direkt bei Wayu Tales auf der Webseite beziehen.

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Kakao aus Peru : eine Erfolgsgeschichte

Der 7. Juli ist der offizielle Weltkakao-Tag. Peru aber hat zusätzlich den nationalen Tag des Kakaos eingeführt, und der ist am 1. Oktober. Doch woher stammt eigentlich der Kakao? Neue Forschungen liefern Antworten auf diese Fragen, die wir hier mit dir teilen.

Die wahre Herkunft

2010 untersuchen ecuadorianische und peruanische Archäologen archäologische Überreste auf der Suche nach dem Ursprung des Kakaos. 2014 fanden sie in einem Tempel in Palanda , in der ecuadorianischen Provinz Zamora Chinchipe , Reste von Kakaostärke in zeremoniellen Gefäßen. Anhand Carbon-14-Tests konnte das ungefähre Alter der Überrest ermittelt werden , und es stellte sich heraus, dass diese mehr als 5.000 Jahre alt waren. Dies sorgte bei Forschern für großes Erstaunen, da man immer geglaubt hatte , dass der Ursprungsort des Kakaos in Mesoamerika liegt.

Kakao-Überreste aus 2000 Jahre v.C. nachgewiesen

Nach dieser Entdeckung begann der peruanische Archäologe Quirino Olivera Núñez 2016 eine weitere Untersuchung zur Herkunft des Kakaos . Und zwar im archäologischen Komplex Montegrande der Stadt Jaén (Region Cajamarca), da dieser Ähnlichkeiten mit dem Tempel in Palanda aufweist. Bei seinen Ausgrabungen stieß Núñe z auf Gräber , die Kakaosamen enthalten und deren Überreste auf die Zeit 2.000 Jahre v.C. geschätzt werden. Mit der Unterstützung der Region Cajamarca werden seither weiter archäologische Überreste im Amazonas untersucht , um die Kakaoroute nachvollziehen zu können.

Peru weist eine große Vielfalt und genetische Variabilität dieser Frucht auf, weshalb angenommen wird , dass Peru einer der Hauptherkunftsorte von Kakao ist, und die neuesten Erkenntnisse scheinen dies zu bestätigen.

Peru als Produzent und Exporteur von Kakao

Peru ist weltweit der neuntgrößte Produzent von Kakaobohnen und der zweitgrößte Produzent von Bio-Kakao. Die bekanntesten Sorten sind Trinitario, Forastero amazónico und Creole. Ebenso gehört der Andenstaat zu den wenigen Länder n , in denen weiße r Kakao angebaut wird. In 16 Regionen wird Kakao angebaut . Cusco ist mit einem Produktionsanteil von 33,1% der größte Produzent , gefolgt von Ayacucho mit 22,3%, Amazonas mit 12,6 % und Junín mit 9,9%. Die Regionen San Martín, Ucayali und Huánuco decken gemeinsam etwa 15% der nationalen Produktion ab . Die Kakao- Produktion beschäftigt mehr als 100.000 Familien, die laut dem Minagri (Ministerium für Landwirtschaft und Bewässerung) jährlich 11 Millionen Löhne generiert. 90 % der nationalen Produktion sind für den Export bestimmt, hauptsächlich in die USA und nach Europa. 75 % des exportieren Kakaos ist sogenannter Edelkakao . Etwa 20 % der Exporte werden von Genossenschaften oder Verbänden getätigt, zu denen sich die Kakao- zusammengeschlossen haben. Von 2010 bis 2019 stiegen die Exporte um jeweils 16% pro Jahr, 2020 jedoch sanken sie aufgrund der Pandemie um 13% gegenüber dem Vorjahr. Glücklicherweise kam es 2021 zu einer Erholung, und die aktuellen Zahlen zeigen gegenüber 2020 eine Steigerung des Volumens um 27 % und des Werts um 17 %.

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Expoalimentaria in Lima/Peru: die Leitmesse für Superfoods

Expoalimentaria in Lima – die Leitmesse für Superfoods

Expoalimentaria ist die führende Lebensmittel- und Getränkemesse Lateinamerikas und eine hervorragende Plattform für alle, die bereits mit peruanischen Lebensmitteln handeln oder vorhaben, in diesem Bereich ihr eigenes Business zu starten. Die einflussreiche Messe für Superfoods und landwirtschaftliche Produkte und findet zum zweiten Mal hintereinander in virtueller Form statt, und zwar vom 30. September bis zum 8. Oktober 2021. 

Ein “Must” für alle, die schon mit Nahrungsmitteln geschäften oder es tun wollen

Peru ist weltweit einer der wichtigsten Produzenten von Superfoods wie Avocado, Ingwer, Quinoa oder Amarant und überzeugt durch seine vielfältigen und qualitativ hochstehenden Produkte. Herstellern bietet Expoalimentaria die Möglichkeit, sich einer großen, internationalen Kundschaft zu präsentieren, und Käufer aus aller Welt erhalten einen fundierten Einblick in die Trends der Branche des Superfoods und Inspirationen für ihr eigenes Business. Letztes Jahr nahmen an der Expoalimentaria 600 internationale und nationale Aussteller und 500 Käufer teil, die in über 2000 Verkaufsgesprächen bestehende Geschäftsbeziehungen intensivierten oder neue knüpften. Es lohnt sich also, sich sein Ticket für die Superfood-Messe zu sichern.

Wir von Ehrsam Peru-Consult werden selbstverständlich an der virtuellen Messe mit dabei sein, um unsere Kenntnisse über die peruanische Lebensmittelbranche zu erweitern, um neue Kontakt zu knüpfen und um nach neuen Produkttrends Ausschau zu halten, die für unsere Kunden interessant sein könnten.

Jetzt Ticket buchen!

Sichere dir jetzt unter diesem Link deine Teilnahme an der Expoalimentaria und erwerbe ein Ticket für Aussteller oder Besucher.

Dank an den Veranstalter. Fuente del foto/Fotoquelle: @https://expoalimentaria.b2peru.pe/es –
Quelle @ https://expoalimentaria.b2peru.pe/es

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Symposium Superfood – genialer Marketing-Gag oder wirksames Wundermittel?

Superfood – genialer Marketing-Gag oder wirksames Wundermittel? 

Superfoods sind in aller Munde, doch was ist wirklich dran an exotischen Lebensmitteln wie Maca, Chia, Papaya, Avocado oder Açai? Alles nur Marketing oder kann Superfoods tatsächlich eine Steigerung der Leistungsfähigkeit bewirken und den Alterungsprozess verlangsamen?

Virtuelle Podiumsdiskussion über wirtschaftliche und gesundheitliche Chancen

Diesen spannenden Fragen geht das Superfoods-Symposium nach, das unter dem Motto „Superfoods – die Eröffnung einer neuen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Welt“? steht. Dr. Elise Norden-Wainig vom Lateinamerikanischen Akademischen Kulturzentrum (LAK) in Wien und Holger Ehrsam, Business Experte für Gründungen in Deutschland und Peru, analysieren den Boom dieser spezifischen Nahrungsmittel. Frau Dr. Norden-Wainig, Ärztin und Vorstandsmitglied des LAKs wird auf die gesundheitlichen Aspekte der Superfoods eingehen. Und Holger Ehrsam wird als Experte und Mentor deutsch-peruanischer Start-ups die wirtschaftlichen Chancen im Bereich der Superfoods erläutern. Durch die Diskussion führt Dipl.-Päd. Manuela Scheffel, Mitgründerin des LAK.

Jetzt für kostenloses Event anmelden

Die Podiumsdiskussion findet am 10. September 2021 um18:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) online auf Zoom statt. Die Teilnahme zum Event ist kostenlos. Ab sofort kannst du dich unter diesem Link anmelden. Weitere Informationen zur Veranstaltung erhältst du unter: info@peruconsult.de

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Eine deutsche Schmuckdesignerin erobert von Peru aus die Welt – Oceana by Heike Otten

Lerne die deutsche Schmuckdesignerin Heike Otten kennen, die in Peru ihre exklusiven Kreationen entwirft, selbst herstellt und erfolgreich weltweit verkauft. Hier geht es zur homepage.

Maritimer Schmuck, der jede Frau erstrahlen lässt

Heike Otten ist Archäologin, Wahlperuanerin, Meeresliebhaberin und passionierte Schmuckdesignerin. Mit ihrem Schmucklabel „ Oceana by Heike Otten “ erfüllte sie sich einen langjährigen Traum: die Schönheit und Vielfältigkeit des Meers in außergewöhnlichen Schmuckstücken festzuhalten. Die Designs, Formgebung und Materialien ihres exklusiven, maritimen Bohoschmucks sind geprägt von Muscheln, Meerestieren und griechischer Mythologie. Er verwandelt Frauen in geheimnisvolle Meeresgöttinnen und wird dank Plattformen wie Etsy, Instagram und Facebook rund um den Globus gekauft.

Neupositionierung der Schmuckmarke als Basis für internationalen Erfolg

Das war nicht immer so. Als Heike Kontakt mit uns aufnahm, war sie mit ihrem alten Schmucklabel etwas unzufrieden. Unsere Analyse zeigte, dass es an einer klaren Positionierung fehlte und Heike ihren Schmuck unter Marktwert verkaufte. In einer intensiven, mehrmonatigen Zusammenarbeit definierten wir die Marke neu, passten Vertriebskonzept und Preise an und erarbeiteten die Grundlage für alle nötigen Marketingaktivitäten. Heute ist „Oceana by Heike Otten“ eine etablierte und gefragte Marke in Peru, die sogar vom angesagtesten Conceptstore Limas geführt wird.

Wir sind stolz auf den Erfolg von Heike Otten und wünschen ihr und ihrem Schmucklabel weiterhin alles Gute.

Kontaktdaten:

www.oceanabyheikeotten.com

Heike Otten en facebook

Whats App: +51 987 365 529

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