Yacón: eine gesunde und süße Alternative


Yacón: eine gesunde und süße Alternative

 

Herkunft

Yacon ist eine Knolle, ein entfernter Verwandter der Sonnenblume. Sie ist in den Anden beheimatet, insbesondere in den feuchten Bergen Perus und Boliviens, und ihr Anbau hat sich von Ecuador und Kolumbien bis nach Argentinien ausgebreitet.

Ihr Name leitet sich von dem Quechua-Wort “yaku” ab, das sich auf den Wassergehalt der Knolle bezieht.

 

Wie isst man Yacon?

Yacon kann roh oder gekocht gegessen werden. Sein Fruchtfleisch ist süß und die Konsistenz ähnelt der von Äpfeln. Gerieben und zu Salaten gegeben, ist er eine köstliche Alternative. In den Anden wird er oft gerieben und durch ein Tuch gepresst, um süße und erfrischende Getränke herzustellen. Es heißt, dass Yacon in der spanischen Kolonialzeit als Nahrung für Seeleute verwendet wurde.

Die Knolle ist knackig und verliert auch beim Kochen nicht ihre Knackigkeit, weshalb sie heute in der asiatischen Küche häufig verwendet wird.

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Eigenschaften und Vorteile

Yacon hat zahlreiche Eigenschaften, die gesundheitsförderlich sind. Eine seiner wichtigsten Vorteile ist, dass er Insulin und Oligofruktose enthält, Zucker, die vom menschlichen Körper nicht verstoffwechselt werden, weshalb er die wichtigste Zutat für die Herstellung von Sirup für Diabetiker ist.

Yacon-Blätter werden auch zur Herstellung von Aufgüssen und Tabletten verwendet, die den Cholesterinspiegel senken.

So beeinflusst Yacon unsere Gesundheit positiv:

– Stimulierung der Funktion der Bauchspeicheldrüse.

– Senkung des Glukosespiegels im Blut.

– Verhinderung von Verstopfung.

– Prävention von Dickdarmkrebs.

– Senkung des Cholesterin- und Triglyceridspiegels im Blut.

– Regulierung des Blutdrucks.

– Prävention von Arteriosklerose und Osteoporose.

 

Vermarktung

Aufgrund seiner zahlreichen positiven Eigenschaften und gesundheitlichen Vorteile hat sich der Anbau von Yacon seit den 2000er Jahren in Südamerika stark verbreitet. Mittlerweile wird Yacon in vielen Ländern der Welt angebaut, darunter Japan, Neuseeland, Südkorea, die Tschechische Republik, England, China, Taiwan, Italien und die Vereinigten Staaten.

Die wichtigsten aus Yacon gewonnenen Produkte sind:

– Honig

– Flocken

– Puder

– Getrocknetes Konzentrat

– Aufgüsse

– Tabletten

Die wichtigsten Exportländer für peruanischen Yacon sind die Vereinigten Staaten, Japan, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Südkorea, die Niederlande, Australien, Frankreich, Spanien, Kanada und China.

Vor allem in Japan ist die Markteinführung ein großer Erfolg. Japanische Wissenschaftler haben erwogen, Yacon als Quelle für gereinigtes Fruktan sowie für eine Reihe von verarbeiteten Produkten wie fermentierte Pickles, getrocknete Scheiben und Fruktose zu verwenden.

 

 

Geschrieben von Mónica Valcárcel 

 

 

Hauptinformationsquellen:

International Potato Center

Universidad de los Andes, Fachbereich Administration 

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Offener Brief an den Botschafter der Republik Peru


Offener Brief an den Botschafter der Republik Peru

Botschaft der Republik Peru

z.Hd. S.E. Herrn Augusto David Teodoro Arzubiaga Scheuch

Taubenstraße 20

10117 Berlin

Frankfurt, 10. März 2023

Offener Brief: Unterstützung für peruanische Emprendedores/as

Sehr geehrter Herr Botschafter,

zunächst darf ich Sie in Deutschland recht herzlich willkommen heißen.

In Deutschland haben wir eine starke Gruppe an peruanischen Emprendedores/as. Etwa 1/6 der deutschen Unternehmen haben einen Migrationshintergrund und auch Peru übernimmt Verantwortung bei der Migrationsökonomie. Von den 11.500 PeruanerInnen in Deutschland und etwa gleich vielen Deutschen mit peruanischen Migrationshintergrund, gehen wichtige Impulse für die deutsche Wirtschaft aus.

Diese Emprendedores/as benötigen Ihre Unterstützung. Wir bitten Sie daher:

1. PromPerú in Hamburg bei deren vorzüglicher und wichtiger Arbeit zu unterstützen.

2. Sich bei deutschen Ministerien für die Entwicklung von Programmen für peruanische Emprendedores/as einzusetzen.

3. Auf EU-Ebene gemeinsam mit Ihren Kollegen Aufklärungsarbeit zu leisten.

Beispielhaft seien hier die Anforderungen im Rahmen des Europäische Green Deals genannt. Diese grundsätzlich zu begrüßende Initiative sorgt dafür, dass PYMES aus Peru nicht mehr lieferfähig sein werden und dass die Lieferkette zu den peruanischen Emprendedores/as in Deutschland gestört oder unterbrochen wird.

Leider sind bereits erste Auswirkungen festzustellen. Vorstellbar wäre eine deutsch-peruanische Initiative wie das Globus-Programm aus dem Jahre 2016 in Peru, um aufzuklären und Orientierung zu geben. Die GIZ und ADEX waren hierbei sehr aktiv.

Ich darf Ihnen am Schluss alles Gute für Ihre Zeit in Deutschland wünschen und eine glückliche Hand bei Ihren Entscheidungen.

Herzliche Grüße

Holger Ehrsam

Gesellschafter Ehrsam Peru-Consult GmbH

 

 

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2. Kongress für Entrepreneure:innen Deutschland-Peru


2. Kongress für Entrepreneure:innen
Deutschland-Peru
– Kurzzusammenfassung der Beiträge –

Eröffnung des Kongresses | Holger Ehrsam

Holger Ehrsam vermittelte in seiner Eröffnungsrede einen Überblick über die zentralen Themen des Kongresses für Entrepreneure:innen. Er verwies auf die Einmaligkeit der mit 22% hohen peruanischen Gründungskultur im Vergleich von 14% in Deutschland und hielt fest, dass etwa 20.000 Peruaner mit Migrationshintergrund zwischen 18-65 Jahren in Deutschland leben. Daher ist das Thema des Entrepreneurships auf höchster Ebene angekommen sei. Auch begrüßte er die Präsenz Perus auf den verschiedenen Messen wie der NEONYT in Düsseldorf, der Messe für nachhaltige Mode, der Ambiente in Frankfurt für Konsumgüter, der FruitLogistica in Berlin für Früchte und der Biofach in Nürnberg für Superfoods.  



Begrüßungsrede des Generalkonsuls von Peru aus Frankfurt | Carlos Linares

Der peruanische Generalkonsul Carlos Linares des Generalkonsultes der Republik Peru in Frankfurt und zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, betonte in seiner Begrüßungsrede, die Bedeutung eines starken Entrepreneurships in Deutschland für den Bekanntheitsgrad und das Vertrauen in Peru. Dabei übernimmt nicht nur die Gastronomie eine wichtige Rolle, vielmehr hat Peru eine Breite an außergewöhnlichen Produkten zu bieten. Zum Abschluss seiner Rede lenkte er den Fokus auf die Unterstützung aller peruanischen Institutionen, auf die Verlass sei.


Zusammenarbeit Peru und Deutschland, PromPerú Büro Hamburg, Direktor Gycs Gordon

Der Direktor des Wirtschafts- und Handelsbüro aus Peru, PromPerú, mit Sitz in Hamburg wies auf die Bedeutung der Zusammenarbeit beider Länder hin.  Seit Januar 2014 steht das Büro der deutschen Wirtschaft in allen Fragen rund um die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Peru mit Rat und Tat zur Seite. Es repräsentiert Peru auf Leitmessen für Lebensmittel und Getränke, für Mode und Dekoration, für Tourismus und für Sonderthemen wie Computer- und Videospiele. Darüber hinaus organisiert es Veranstaltungen wie den Peru on Tour Bus, der beispielsweise in Hamburg wie auch München zu sehen. PromPerú fördert Peru als gastronomisches Reiseziel für Deutsche. Sei es durch eine Pisco Master Class oder ein Presse-Dinner mit Superfoods. Auch in der Tourismusförderung ist PromPerú tätig und stellt das Land regelmäßig deutschen Reiseveranstaltern vor. Zusammenfassend wies er darauf hin, das Deutschland ein hohes Interesse an Peru hat, wie am Beispiel von Quinua gut zu erkennen ist, da diese heute überall im Handel zu finden ist.


Rockband mit Fanartikeln, Die Habaneros, Lima/Ingolstadt, Sängerin und Emprendedora Gloria Alvarez

Gloria Alvarez ist Sängerin und Mitbegründerin der Gruppe „Los Habeneros“ aus der Region Ingolstadt. „Die Habaneros“ stehen für lateinamerikanischen Rock. Die Namensgebung mit dem deutschen Artikel „die“ ist bewusst gewählt und drückt die Verbindung mit Deutschland aus. Gloria verknüpft ihr Hobby mit der Arbeit und startet den Verkauf von Merchandising mit Polos „Made in Peru“. Sie sollen neben Qualität auch ein cooles Design ausstrahlen. Der Verkauf ist zunächst auf Konzerten geplant und danach als Online-Handel. Weitere Produkte sind in Planung. Dazugehören Umhängegürtel oder Stirnbänder. Demnächst werden „die Habeneros“ beim von AUDI gesponserten Triathlon in Ingolstadt vor 1.000 Gästen auftreten. Der Start des Geschäfts war mit Hindernissen verbunden. Ihre „learnings“ hieraus sind, die Dinge einfach zu tun, da dabei am meisten gelernt werden, Kurse besuchen und der Austausch sowie nie die Motivation zu verlieren.


Der Persönliche Private Banker, Lima/Frankfurt, Malco Lara Del Pozo

Der Beitrag von Malco schaffte Klarheit für die Bedeutung. Er betreut Kunden ganzheitlich und umfassend in den Bereichen Kapitalaufbau und Vermögensanlage, Vorsorge und Risikoabsicherung sowie Finanzierung und Kapitalbeschaffung. Das ist Private Banking auf hohem Niveau. Er versteht es die Komplexität der Kapitalmärkte verständlich zu machen. Sein Service ist individuell auf den Kunden abgestellt und kombiniert mit der neuesten Technologie, um immer und von überall auf die wichtigen Informationen zugreifen zu können. Malco ist ein Experte mit jahrelanger Erfahrung in verschiedenen internationalen Finanzinstituten in Frankfurt. Seine Dienstleistungen werden in Deutschland genauso geschätzt wie in Peru.


Der offizielle Vertreter der deutschen Wirtschaft in Peru, Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer, Lima, Geschäftsführerin Antje Wandelt

Antje ist Geschäftsführerin der AHK Peru. Die AHK vertritt nicht nur die Interessen ihrer Mitglieder und ist der offizielle Vertreter der deutschen Wirtschaft in Peru, sondern hat sich zu einer bedeutenden Plattform für den Handelsaustausch und den Transfer von Technologie und Know-How zwischen Deutschland und Peru entwickelt. Gegründet wurde die AHK 1968. Die AHK ist sowohl in Branchen wie Bergbau, Agribusiness, Healthcare sowie Energie & Wasser bestens aufgestellt und sie überzeugt auch in Querschnittsthemen wie Innovation, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Diversität, berufliche Bildung und rund um Compliance.


Knotenpunkt für eine regionale und internationale Gründer:innen-Szene

Ellen Bommersheim ist Geschäftsführerin der Kompass-Zentrum für Existenzgründungen Frankfurt am Main und sendete die Willkommensbotschaft, dass eine Gründung an Geld nicht scheitern sollte.

 

Liebe und Leidenschaft für Alpakamode, Nina P’itay, Lima, Gerente General Juan Carlos Aucahuasi

Juan Carlos ist Geschäftsführer von Nina P’itay – einem Familienunternehmen. Für Nina P’itay ist es eine Freude und ein Stolz, ein Kleidungsstück aus Alpaka entstehen zu lassen, das einer ganz besonderen Person geschenkt wird. Die Geschichte der Firma beginnt damit, dass seine Mutter den Kosenamen „Nina“ erhielt, was in Quechua „Feuer“ bedeutet. In der Kombination mit dem „Pitay“, was „gestrickt“ bedeutet, wurde eine einzigartige Marke mit dem Markenkern „Liebe“ und „Leidenschaft“ geschaffen. Die Modelle richten sich an Frauen, Männer und Kinder mit der klaren Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Inzwischen können die Produkte nicht nur über den Fachhandel bezogen werden, sondern auch direkt vom Hersteller und sie sind innerhalb von 7 Tagen in Deutschland.


Alpakas aus Anden am Rhein, Alpakahof Höse, Pucallpa/Erpel, Emprendedora Marie Gutierrez

Marie setzte mit ihrem Alpakahof Erpel ihren Traum um. Erpel liegt in der Nähe von Bonn. Sie liebt Alpakas. Es gibt Führungen und einen eigenen Shop. Alpakas sind Herdentiere und die ersten beiden Stuten wurden bei einem Züchter im Sauerland erworben. Der Alpakahof hat viel Weidefläche für die Tiere und daher sind inzwischen fünf Alpakas auf dem Hof. Marie thematisierte in ihrem Vortrag, dass es naheliegend war auch Alpakaprodukte anzubieten, denn die Alpakafaser ist besonders schmutz- und geruchsabweisend und für ihre Langlebigkeit sowie Strapazierfähigkeit bekannt. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass die Wärmeisolation ganz hervorragend ist und etwa bis zu fünfmal wärmender als Schafwolle.


Herausforderungen Inka Foods, Lima, Gerente General Tatiana Rivera

Inka Foods ist ein Familienunternehmen, das seit 12 Jahren Produkte aus den nördlichen Hochland- und Regenwaldgebieten Perus auf eigenen Flächen anbaut und vermarktet. Bis Ende 2023 will Tatiana ein peruanisches Exportunternehmen werden. Eines der Kernprodukte von Inka Foods ist Quinua. Sei es weiße, Quinua oder schwarze Quinua. Tatiana erläuterte die einzelnen Schritte vom Anbau auf den eigenen Feldern über die Qualitätssicherung bis zur Lagerung. Tatiana schloss den Vortrag mit einem Bericht ihres Besuches auf der weltgrößten Messe für Bioprodukte, der Biofach in Nürnberg.


Die Natur am Herzen, Moda Natura, Chimbote/Frankfurt, Gründerin Zulma Lavado

Moda Natura bietet modische Accessoires aus einer innovativen Leder-Alternative an. Diese ist umweltfreundlicher und nachhaltiger als die herkömmlichen und zudem vegan. Die Produkte sind zertifiziert und handgefertigt. Dabei liegt es Moda Natura am Herzen, dass alle Produkte sowohl qualitativ hochwertig als auch nachhaltig hergestellt sowie aus außergewöhnlichen und lang haltbaren Materialien gefertigt sind. Nachhaltigkeit in der Mode ist aus Sicht von Zulma kein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Daher ist eine ökologische und faire Produktion von Anfang (von der Rohstoffgewinnung) bis Ende (bis zur Auslieferung an unsere Kunden) ihr höchstes Anliegen. Ihr Respekt gilt dabei der Natur, den Tieren und den Menschen vor Ort.


Alltag und soziokulturelle Realität vereint bei Brochagorda, Lima/Leipzig, Emprendedora Cindy Messco, und Gonzalo Leandro

Cindy ist bildende Künstlerin, Mitbegründerin von Brochagorda und Schöpferin von Graphic Sound, wo Worte und Bilder triumphieren. Mit ihrem eigenen Stil baut Cindy Geschichten aus dem Alltag und soziokultureller Realität. Das Projekt will überraschen. Brochagorda wurde vor 9 Jahren als Kunstkollektiv gegründet. Die sogenannte “Chicha-Kultur” gab ihnen den ersten Anstoß, ihren grafischen Stil zu entwickeln.  Im Laufe der Zeit hat sich Brochagorda zu einer Marke mit einer Merchandising-Linie entwickelt hat. Hier gibt es zwei Linien: Textil mit Poloshirts, T-Shirts, Kleidern und andere Accessoires. Brochagorda ist bemüht seine Produkte stetig zu verbessern und mit Neuheiten aufzuwarten, um ihre Kunden immer wieder zu überraschen.


Zum Abschluss des Kongresses stellte Holger Ehrsam nochmals alle SpeakerInnen vor. Im Anschluss dankte er dem Team, den Unterstützern und Medienpartnern sowie den über 150 angemeldeten Besuchern.

Der nächste Kongress für Entrepreneurship Peru-Deutschland find am Er lud alle ein beim nächsten Event am 14.-15. März 2024 wieder dabei zu sein.


Unterstützer des 2. Kongress für Entrepreneure:innen Peru-Deutschland waren:

·      Malco Lara Del Pozo: Dein Private Banker – https://www.malco-laradelpozo.com/

·      Café Dailima, Spezialitätenkaffee, Frankfurt https://dailima.de/

·      Inka Markt, Lebensmittel aus Lateinamerika, Berlin: https://www.facebook.com/InkaMarkt.Berlin

·      GERDOCON, Whiskey, Pisco aus Peru, Erfurt: https://gerdocon.de/

·      Kompass Zentrum für Existenzgründung, Frankfurt: https://www.kompassfrankfurt.de/

·      Radio Contacto Latinoámeríca, Wiesbaden: https://www.radio-rheinwelle.de/index.php?id=contactolatino

·      Pyme TV https://pymetv.pe/ aus Lima

·      Generalkonsulat Peru in Frankfurt http://www.consulado.pe/es/Frankfurt/

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BIOFACH 2023 – Superfoods gehen durch eine Delle

BIOFACH 2023 – Superfoods gehen durch eine Delle – toller Peru-Stand überzeugt

Die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel öffnete vom 14. bis 17. Februar 2023 in Nürnberg ihre Tore. Mehr mehr als 2.700 Aussteller aus 95 Ländern darunter mehr als 20 Aussteller aus Peru.

Die NürnbergMesse verfügt über eine ausgewiesene Kompetenz im Themenfeld Bio-Lebensmittel. Auf der BIOFACH treffen sich in Nürnberg alljährlich im Februar etwa 35.000 Fachbesucher aus 135 Ländern. Das umfassende Angebot zertifizierter Bio-Produkte zeigt deren Vielfalt – von Frischeprodukten wie Molkereierzeugnisse und Käse, über Obst, Gemüse, Trockenprodukte wie Getreide- und Hülsenfrüchte, Nüsse und Süßwaren bis hin zu Getränken. 

Die peruanischen Firmen waren gut sichtbar. PromPerú hat in der Halle 2 wieder ein überzeugendes Standkonzept mit Verköstigung von Kaffee konzipiert. Darüber hinaus waren zwei peruanische Firmen mit eigenen Ständen vertreten. Die Stände lagen in der Nachbarschaft der Länder wie Ecuador, Brasilien, Chile, Argentinien oder Vietnam. Erstmals organisierte PromPerú auch die Präsenz auf der Messe VIVANESS in Halle 3, der Naturkosmetikbranche und Trend-Markplatz zu Innovationskraft, Engagement und unternehmerischer Verantwortung. Hier wurden-Messetrends, die sich rund um das eigene Wohlbefinden sowie eine weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen drehen, gezeigt. Für Peru waren es Öle, Palo Santo oder Fertigkosmetik.

Das Interesse der Besucher war gemischt. Dienstag und Mittwoch waren noch gut besucht. Doch ab Donnerstagmittag war ein Rückgang zu erkennen und am letzten Tag am Freitag, gab es kaum mehr qualifizierte Fachbesucher. Die eingerichteten Besprechungsräume und die Stühle an den Ständen selbst, waren daher kaum von Einkäufern besetzt. Nach Einschätzung der Messe zeigt sich die Bio-Branche und das Messe-Duo krisen-resilient. Das untermauerten beide mit einem Umsatz von 15,3 Mrd. Euro 2022 im deutschen Bio-Markt (BÖLW).

Die Stimmung war bei den peruanischen Ausstellern jedoch durchwachsen. Etablierte Firmen sprachen von einer akzeptablen Messe, neue Firmen berichteten von keinen Abschlüssen oder ernsthaften Verhandlungen. Über beinahe alle peruanischen Aussteller hinweg, war die Sorge zu hören, dass durch neue EU-Normen die Importe schwieriger werden und das Superfoods „durch eine Delle gehen“. Sie sind nicht mehr „in“.

Sorgen bereitet den peruanischen familiengeführten Firmen mit Quinoa neben den erhöhten Qualitätsanforderungen auch der Preis. Inzwischen entwickelt sich Quinoa zum Commodity. Wer in Google „Quinoa kaufen“ eingibt, erhält mehr als 2,9 Millionen Ergebnisse. Dazu kommt auch, dass Quinoa inzwischen in China, den USA, in Indien und in Deutschland angebaut wird.

Insgesamt waren 20 Ausstellern auf den Peru-Stand (5 sind nicht angereist) und zwei weitere Firmen mit eigenen Ständen vor Ort. Auf Vivaness 6 Aussteller (zwei davon hatten auch Stände auf der Biofach). Die Größe der peruanischen Firmen war sehr unterschiedlich. Die peruanischen Global Player wie Ecoandino, Peruvian Nature oder Algarrobos Orgánicos waren genauso vertreten wie kleine Firmen wie Olivico, Vitallanós oder Osho.


Eine Vorstellung ausgewählter peruanischer Aussteller

Olivico aus Lima

Homepage: http://www.olivico.com

Gegründet 1990 von einem deutsch-peruanischen Paar stehen sie für getrocknete Oliven. Inzwischen wird die Firma von der zweiten Generation fortgeführt. Sales Manager ist Carol Vico Westhoff.


Inka Power GmbH aus Nürnberg

Homepage: https://www.inkapower.de

Die von Klaus Scherbauer 2020 gegründete Firma mit einem Stammkapital von 25.000 Euro importiert aus Peru überwiegend Quinoa und verkauft diese in Deutschland und in Europa weiter. Inzwischen haben sie eine Lagerhalle in Rotterdam und Hamburg.


Agro Andino aus Cajamarca

Homepage: http://www.agroandino-peru.com

Die von einem deutsch-peruanischen Paar gegründet Firma ist führend im Bereich der Physalis, ob getrocknet oder frisch. Der Geschäftsführer Reinhard Schedlbauer hat über die Jahrzehnte in Peru Landwirte entwickeln können, deren Produkte außergewöhnlich sind.


Fazit

Die BIOFACH  war für die peruanischen Emprendedores im mittleren Maße erfolgreich. Die Einkäufer schätzten zwar die Präsenz, doch zeigten sich bei den Bestellungen zurückhaltend PromPeru hat eine für das Standkonzept eine sehr gute Mischung aus Produktpräsentation und Firmenpräsentation vorbereitet. Die nächste BIOFACH findet vom 13.-16.02.2024 in Nürnberg statt.

 

 

Autor: Holger Ehrsam, MBA, Gründer Ehrsam Peru-Consult GmbH

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FRUIT LOGISTICA so international wie nie – Peru überzeugt

FRUIT LOGISTICA so international wie nie – Peru überzeugt

Auf der führenden Fachmesse für den globalen Fruchthandel präsentierten vom 8. bis 10. Februar 2023 mehr als 2.600 Aussteller aus 92 Ländern Angebote entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Darunter 17 Aussteller aus Peru.

Seit 200 Jahren ist Berlin Messestandort, seit vielen Jahrzehnten einer der wichtigsten weltweit. Die FRUIT LOGISTICA gibt es seit 30 Jahren. Sie war international und bildete in 27 Hallen die gesamte Wertschöpfungskette für frisches Obst und Gemüse ab – vom Erzeuger bis zum Point of Sale. Seit 20 Jahren nimmt Peru regelmäßig an der FRUIT LOGISTICA teil und seit 10 Jahren besteht das Wirtschafts- und Handelsbüro PromPerú in Hamburg.

Die peruanischen Firmen waren sehr gut sichtbar. PromPerú hat einen markanten Stand mit Verköstigung von Kaffee, Pisco, Causa, Eis und vieles mehr konzipiert. Der in der Mitte der Halle aufgebaute Stand Pavillon lag in der Nachbarschaft der Länder wie Mexiko, Argentinien, Costa Rica oder Uruguay. Die eingerichteten Besprechungsräume waren durchgehend von den peruanischen Ausstellern und Einkäufern aus aller Welt besetzt. Die Stimmung war sehr gut und es konnten viele Verträge abgeschlossen werden.

Sorgen bereitet den peruanischen familiengeführten Firmen mit Ingwer der Preis. Im Jahr 2022 war ein Rückgang von etwa 20% zu verzeichnen.  Insgesamt wurden 58,219 Tonnen für 71 Millionen US-Dollar exportiert. Was einen Umsatzrückgang von 23% bedeutet. Ingwer aus Peru wird von etwa 200 Exporteuren in mehr als 40 Länder der Welt exportiert.

Insgesamt waren 16 Ausstellern aus acht Regionen (Piura, Tumbes, La Libertad, Junín, Ica, Ancash, Arequipa, Moquegua) und fünf Branchenverbänden vertreten. Darüber hinaus war Camposol in unmittelbarer Nachbarschaft mit einen eigenen Stand präsent. Vertreten waren unter anderem Danper, Virú, Elisur, JCH, Vancard oder La Grama.


Eine Vorstellung ausgewählter peruanischen Aussteller mit Ingwer:

Vancard Peru SAC

Homepage: https://vancardperu.com/

VANCARD PERU S.A.C ist ein Unternehmen, das im Distrikt Pichanaqui, Provinz Chanchamayo, Departement Junin gegründet wurde. Es steht für Nachhaltigkeit in der ökologischen Landwirtschaft.

Um dies durchzuführen, verfügen sie über hochqualifizierte Fachleute vom ersten Prozess in der Kette über das Pflanzen der Ernte bis zur letzten Phase der Vermarktung. Als oberstes Ziel haben Vancard die vollste Zufriedenheit seiner Kunden.

Die Firma bietet Ingwer an und wird vom deutschen Import Promotion Desk unterstützt sowie von einer Peruanerin, die in Deutschland lebte.


Elisur Organic SAC

Homepage: https://elisurorganic.com/

ELISUR ORGANIC SAC wurde aus der Initiative heraus gegründet, die wirtschaftlichen Bedingungen der Landwirte im  Peru zu verbessern, die sich der Schaffung von Mehrwert und der Förderung der Industrialisierung landwirtschaftlicher Produkte für den Export verschrieben haben.

Das Unternehmen besteht aus Produzenten mit mehr als 14 Jahren Erfahrung in der Produktion von Ingwer und Kurkuma (Curcuma). Außerdem hat ein Team von Fachleuten, die auf Agro-Export und Produktionssysteme spezialisiert sind.

Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über in Bio-Produktion geschulte Landwirte, die Jahr für Jahr ihre Produktion zertifizieren lassen.

Den Ingwer von Elisur finden Käufer beispielsweise bei ALDI.


JCH

Homepage: http://www.jchagroexportaciones.com/

J CHANG GROUP ist eine Gruppe peruanischer Unternehmen, die 2014 gegründet wurde. Es ist ein Unternehmen, das Ingwer und Knoblauch verkauft.  JCH arbeitet Hand in Hand mit Bauern von der peruanischen Küste, den Bergen und dem Regenwald. Auf diese Weise schafft es Arbeitsplätze für lokale Gemeinschaften. Wichtig ist JCH, die Pflege und der Respekt vor der Natur. Die J CHANG GROUP möchte, dass alle Familien auf der ganzen Welt die große Vielfalt an Speisen haben, die Peru zu bieten hat. So erzeugt es in ihnen einen gesunden Lebensstil mit peruanischer Prägung.

Die Produkte stammen aus der peruanischen Kultur und haben hohe gesundheitsfördernde Eigenschaften, weshalb sie in Ländern wie den Vereinigten Staaten, Kanada, Russland, Holland sehr gefragt sind.


Fazit: Die FRUIT LOGISTICA  war für die peruanischen Emprendedores in hohem Maße erfolgreich. Die Einkäufer schätzten die Präsenz. Ihnen war wichtig aus erster Hand zu hören, wie sie die Situation in Peru in Bezug auf Liefersicherheit einschätzen. PromPeru hat eine für das Standkonzept eine sehr gute Mischung aus Produktpräsentation, kulinarischer Gastronomie und Firmenpräsentation vorbereitet. Die nächste FRUIT LOGISTICA findet vom 07.-09.02.2024 in Berlin statt.

 

Autor: Holger Ehrsam, MBA, Gründer Ehrsam Peru-Consult GmbH

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Schwerer Stand für peruanische Familienfirmen auf der AMBIENTE in Frankfurt – der weltgrößten Fachmesse für Living und Dekoration

Schwerer Stand für peruanische Familienfirmen auf der AMBIENTE in Frankfurt – der weltgrößten Fachmesse für Living und Dekoration

4.460 Aussteller, davon 3.791 oder 85% aus rund 90 Ländern und mittendrin 8 Familienbetriebe aus Peru. Sie erhofften sich viel von mehr als 130.000 Besuchern aus 167 Ländern, doch sie hatten einen schweren Stand.

Die Messe Ambiente in Frankfurt kann als die größte Konsumgütermesse der Welt betrachtet werden. Aussteller aus rund 90 Ländern präsentierten ihre Ideen in den Hallen der Messe Frankfurt. Darunter waren 8 Familienbetriebe aus Peru mit ihren frischen Ideen, hochwertigen Produkten und außergewöhnlichen Designs.

Aussteller aus Peru waren Mantas & Trenzas aus Ayacucho und Mainz, Cindy Valdez aus Lima und Berlin, Allpa aus Lima, Raymisa aus Lima, Textilalpaca aus Arequipa, Sumaq Qara aus Ayacucho, Berrocal aus Lima, Alpaca Couture aus Lima und das Wirtschafts- und Handelsbüro Perus (PromPerú) aus Hamburg.

Die Besuchernationen aus dem Ausland kamen insbesondere aus Italien, Vereinigtes Königreich, USA, China, Frankreich, Niederlande, Spanien, Schweiz, Südkorea und der Türkei. Etwa 40% der Besucher wollten sich über die neuesten Trends informieren, Neuheiten kennenlernen und neue Geschäftsverbindungen anbahnen. Beispielsweise besuchte ein Einkäufer aus den USA einen peruanischen Familienbetrieb, um Vasen und andere Dekorationsprodukte zu bestellen. Doch es geht auf der Ambiente auch um die Pflege von bestehenden Geschäftsverbindungen und um einen Gesamteindruck zu bekommen, so 30% der Besucher.

Es  waren dann auch hauptsächlich Bestandskunden die auf die peruanischen Ausstellern zugegangen sind. Die Lage in der Halle 10 war abgelegen und darüber hinaus im 4. Stock. Das war nicht optimal. Die Firmenvertreter aus Peru hatten sehr oft keine oder wenige Besucher und das bei ihren hochwertigen Produkten. Man musste schon gezielt nach den Firmen suchen. Hier helfen frühzeitige Aktivitäten. Von Ehrsam Peru-Consult stellten zwei Kunden aus und die Neukundenansprache erfolgte seit Ende Oktober.


Eine Auswahl der peruanischen Aussteller:

Allpa aus Lima

Homepage: https://allpaperu.com/

Als Mitglied der World Fair Trade Organization glaubt und befolgt Allpa die 10 Fair-Trade-Prinzipien und widmet sich der Förderung von Gerechtigkeit bei den Handwerkern und Mitarbeitern, mit denen sie zusammenarbeiten, um zu einer besseren Welt beizutragen. Nelly Canepa und Maria del Carmen de la Fuente, beide Soziologen aus Lima, haben dieses Geschäft gegründet, weil sie peruanische Töpferwaren, Textilien und alle Kunsthandwerke aus verschiedenen Regionen Perus geliebt haben. Nach so vielen Jahren haben sie immer noch dieselbe Leidenschaft für ihre Arbeit, bei der es nicht nur darum geht, schöne Objekte zu entwerfen, sondern auch mit ihrem Team und ihren Handwerkern Kapazitäten aufzubauen.


Mantas & Trenzas aus Ayacucho

Homepage: https://www.mantasytrenzas.pe/

Mantas & Trenzas widmet sich der Produktion und Vermarktung von Produkten mit handgefertigten Stickereiapplikationen auf Schafwolle, Alpaka und Baumwollstoffen. Es ist ein Unternehmen, das sich der Herstellung von Wohnaccessoires wie Kissen fokussiert. Sie haben ein Büro in Rheinland-Pfalz.


Raymisa aus Lima

Homepage: https://www.raymisa.com/

RAYMISA ist ein Fairtrade-zertifiziertes Familienunternehmen mit Sitz in Lima, Peru. Das Unternehmen wurde 1983 von Theodolinde Kellhammer und Orlando Vasquez Buenaño gegründet.

Alles begann mit einem dringenden Bedürfnis nach sozialer Verantwortung in den 80er Jahren, als viele Menschen aus den Anden dem grausamen Terrorismus entkamen und sich in Lima niederließen. Bereits vor der Gründung von RAYMISA führten Linda und Orlando mehrere soziale und künstlerische Projekte zur Förderung der peruanischen Volkskunst durch.Bis jetzt unterstützt RAYMISA handgefertigte Produkte peruanischer Kunsthandwerker.

Seit mehr als 30 Jahren vermarkten Raymisa eine breite Produktpalette – hochwertige Strickwaren aus Alpakagarn, aber auch Heimtextilien und Volkskunst. Sie beschäftigen 25 Mitarbeiter und arbeiten eng mit Werkstätten in ganz Peru zusammen, die diese mit Starthilfe und der Entwicklung ihrer Produkte unterstützen.

Die Vision ist es, peruanische Produkte von bester Qualität mit Identität zu handeln. Arbeiten mit der Verpflichtung zu sozialer Verantwortung, Schutz der Umwelt und fairen Handelsprinzipien.

Orlando Vásquez Buenaño wurde 1953 in der peruanischen Hauptstadt Lima geboren. Als Kind wurde er mit einer überbevölkerten und chaotischen Stadt konfrontiert, in der urbane Kultur und andine Traditionen aufeinander trafen.


Fazit:

Die AMBIENTE war für die peruanischen Emprendedores eine Herausforderung. Es zeigte sich, dass die hochwertigen Produkte auch ein entsprechendes Umfeld der Präsentation brauchen. Dieses Mal war das auf der Ambiente leider nicht der Fall. Es zeigte sich auch, dass eine Nichtpräsenz keine Option ist. Also bleibt für das nächste Mal 3-4 Monate vor der Messe gezielt potenzielle Kunden anzusprechen und diese auf die Messe zum persönlichen Treffen einzuladen. Somit ist nach der Ambiente, vor der nächsten Ambiente.

 

Autor: Holger Ehrsam, MBA, Gründer Ehrsam Peru-Consult GmbH

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Peruanische Modelabels überzeugen auf der NEONYT – der Messe zum Thema Nachhaltigkeit

Peruanische Modelabels überzeugen auf der NEONYT – der Messe zum Thema Nachhaltigkeit

Wie können sich Perus Marken in Deutschland positionieren? Was braucht es, damit die eigene Marke nachgefragt wird?

Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle in unserem Leben. Wir alle sollten daran interessiert sein, dass unsere Enkel die Umwelt genießen können und sich an schöner Kleidung erfreuen. Aus diesem Grund gibt es Messen wie die NEONYT. Vom 28. bis 30. Januar traf sich die Community für Nachhaltigkeit, Mode und Innovation in Düsseldorf im Areal  Böhler, einer ehemaligen Stahlfabrik und heutigen Szene-Magneten.


1.Innovative peruanische nachhaltige Marken entdecken

Mit dabei waren mehrere peruanische Firmen. Sie stammten aus Lima, Arequipa, Genf oder Berlin. Einige sind seit vielen Jahren in der Modebranche in Deutschland aktiv, andere feierten ihr Debüt. Das Wirtschafts- und Handelsbüro Perus in Hamburg unterstützte tatkräftig mit einem mehrköpfigen Team. Die peruanischen Aussteller zeichneten sich mit hochwertiger Alpakamode aus. Doch nicht nur aus Peru wurden Alpakaprodukte angeboten, auch aus Großbritannien war ein Aussteller in Düsseldorf.


2.Nachhaltigkeit

Wertewandel in Deutschland! 69% der Verbraucher sind Umwelt- und Sozialverträglichkeit sehr wichtig. Die Verantwortung hierfür wird von ein Drittel der Kunden bei den Unternehmen aus der Fashion-Branche gesehen. Für 60% der Käufer mit einem Einkommen von über 3.000 Euro monatlich, ist Nachhaltigkeit wichtiger als der Preis. Auch der Gesetzgeber ist bei Nachhaltigkeit aktiv. Zahlreiche Richtlinien und Gesetze sind in der Pipeline. Dabei nimmt einen Hauptpart die EU-Strategie für nachhaltige und kreisläuffähige Textilien ein. Sie geht auf den Green Deal der Europäischen Union zurück. Bereits in wenigen Jahren, bis 2030, sollen Produkte so gestaltet sein, dass sie langlebiger, wiederverwendbar und reparierbar, recyclingfähiger und energieeffizienter sind.


3.Community-Building und Netzwerken

Events sind eine wunderbare Möglichkeit sich zu vernetzen. Es gibt nichts Besseres, als sich mit Menschen aus Peru auszutauschen, die die gleichen Interessen haben. Die NEONYT richtet hauptsächlich an FachbesucherInnen, DesignerInnen und JournalistInnen sowie Meinungsmachern. Holger Ehrsam von Ehrsam Peru-Consult war daher vor Ort, um die neuesten Trends der nachhaltigen Mode rund um Nachhaltigkeit aufzunehmen.


Eine Auswahl der peruanischen Modelabels

Manuela Bedford

Homepage: https://manuelabedford.de

Seit 1990 ist das Modeunternehmen Manuela Bedford für hochwertige Mode- und Luxusgüter aus südamerikanischen Wollfasern bekannt. Von Natur ebenso wie von Kunstwerken, Ornamenten und Symboliken inspiriert, verleiht Manuela Bedford den jährlich erscheinenden Kollektionen durch farbenfrohe Muster einen individuellen Charakter. Die Produkte können im eigenen Online-Shop oder bei ausgewählten Händlern, die überwiegend in Nordrhein-Westfalen sowie in einzelnen Städten in Baden-Württemberg, dem Saarland und in Oberfranken zu finden sind.

Inzwischen führt der Sohn von Manuela, Patrick Bedford, die Firma in zweiter Generation fort.


PAQU – Alpaca Revolution

Homepage: https://paquthealpacarevolution.com/nosotros

Micaela und Mónica, die beiden Gründerinnen, wollen die Art und Weise sich anzuziehen, revolutionieren und Kleidungsstücke für eine moderne Frau kreieren. Sie haben das Neo-Heritage-Konzept entwickelt, um der Vergangenheit mit einer zeitgenössischen Vision Tribut zu zollen. Ihre Mäntel aus Alpaka sind spektakulär. Paqu hat in Spanien ein eigenes Lager und eine Firma gegründet. Dadurch können sie Kunden in Deutschland den Aufwand für den Import abnehmen und auch kleinere Mengen liefern. Micaela hat deutsche Vorfahren, spricht Deutsch und war bereits vor mehr als 15 Jahren erstmals in Deutschland. Mónica leben in Spanien in Barcelona und ist hier die erste Ansprechpartnerin. Beide sind aus Arequipa.


Philomena

Homepage: https://philomenaperu.com/

Micaela Llosa gründete das Label. Warum Philomena? Die Marke Philomena glaubt an die Bedeutung von Handarbeit und wie sich diese auf die Lebensweise von Kunsthandwerkern auswirkt. Micaela kreiert exklusive Ponchos, um der Welt die Freiheit in ihrer Kleidung zu bringen. Das Herz von Philomena sind die Anden von Peru. Micaela arbeitet mit Handwerkern aus Puno, Huancavelica, Huancayo und Cusco zusammen und suchen weiterhin nach neuen Gemeinschaften von Handwerkern, die ihre Kunst durch unsere Designs zeigen.

Philomena hat ein Büro in Barcelona, dass Francesca Orrillo leitet.


Fazit: Die NEONYT war für die peruanischen Emprendedores eine ideale Möglichkeit sich mit Marken und Kunden direkt zu vernetzen. Dadurch ergaben sich viele neue Impulse und Synergien für die peruanischen Aussteller. Holger Ehrsam konnte sich mit zahlreichen PeruanerInnen länger und intensiv austauschen. Von besonderem Interesse war der Green Deal in der Europäischen Union und hier der Produktpass für Kleidung.

Autor: Holger Ehrsam, MBA, Gründer Ehrsam Peru-Consult GmbH

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