Wo steht Peru in Sachen Digitalisierung?

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Wo steht Peru in Sachen Digitalisierung?

Category : Allgemein

Seit Jahren hat das Internet unser Leben vollständig auf den Kopf gestellt. Digital zu sein, bedeutet heute weit mehr als einfach nur ein Smartphone und einen Internetanschluss zu besitzen oder die Rechnungen per online Banking zu bezahlen. Die Technologie führt auch zur Übernahme bestimmter Einstellungen und Werte.

Ein digitaler Mensch ist jemand, der flexibel und offen ist für neue Erfahrungen, jemand mit der Absicht, zuzuhören und von anderen zu lernen. Wenn man wirklich digital denkt, muss man offen sein für Experimente, offen für Fehler und offen für die Tatsache, dass man nicht der Besitzer der absoluten Wahrheit ist.

Der Einfluss der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz auf unser ganzes Leben ist dramatisch. Arbeitsplätze definieren sich neu, es gibt Jobs, die zukünftig an Roboter delegiert werden können und es gibt Jobs, die es noch nie gab und neu entstehen. Diese drastische Veränderung führt dazu, dass der Mensch lernen muss, wie mit der Technologie sinnvoll umzugehen ist. Der Mensch steht im Mittelpunkt.


Wo steht Peru auf der digitalen Weltkarte?

Digitalisierung ist ein internationales Thema, das natürlich auch vor Peru nicht halt gemacht hat. Auf der Weltkarte gehört Peru noch nicht zu den Vorreitern. Dafür wird das Thema in einem noch zu kleinen Kreise diskutiert, auch politisch, und es fehlt an erstklassiger Infrastruktur wie z.B. Glasfaserkabel. Es ist notwendig, dass Peru die Vorteile der technologischen Veränderungen in der Breite der Gesellschaft nutzt und sich schneller an sie anpasst, um den internationalen Anschluss nicht zu verlieren.

Es gibt bereits positive Anzeichen dafür, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht und das Thema auch auf der politischen Agenda einen grösseren Stellenwert bekommt. Für deutsche Unternehmer, die bereits in Peru tätig sind oder für solche, die in Peru investieren wollen, sind diese Erfolgsstorys besonders interessant.


Arequipa: Perus technologisches Zentrum

Die „weiße Stadt“ Arequipa entwickelt sich zum peruanischen Pendant des amerikanischen Silicon Valley. Es wird als das technologische Zentrum des Andenstaats bezeichnet und ist Heimat vieler Start-Ups. Das Schlagwort in Arequipa heisst Innovation, und das ausgebrochene Unternehmerfieber ist spür- und sichtbar.

Die Vorbilder der Studenten in Arequipa sind nicht mehr Superman oder Batman, sondern Elon Musk oder Steve Jobs. Eine ganze Generation von Nachwuchskräften ist bereit, den riskanten Weg des Unternehmertums zu gehen, um ihre Visionen von einem digitalen Peru zu realisieren. Unterstützt werden sie unter anderem vom Arequipa Entrepreneurs Club, einer Gruppe von Mentoren, die Informationen austauscht, ihre Mitglieder zur Zusammenarbeit aufruft und die Wettbewerbsfähigkeit fördert. Der Club ist zu einem Bindeglied zwischen dem Staat und seiner Agenda und diesen kleinen und mittleren Unternehmen geworden.

Der Staat wiederum hat zur Förderung technologiebasierter Initiativen das Programm «Innovate Peru» ins Leben gerufen und unterstützt zusammen mit Universitäten und Unternehmern die Businessideen der Nachwuchsgeneration. Die Bemühungen haben bereits gefruchtet und erfolgreiche Start-ups wie GerVitro, Code en mi Cole und Neax hervorgebracht.


Inkalab – Softwareentwicklung auf höchstem Niveau

Ein weiteres gutes Beispiel für erfolgreiche peruanische Firmen im Bereich der neuen Technologien ist Inkalab. Das in Arequipa ansässige Softwareentwicklungsunternehmen entwickelt Betriebswirtschaftssysteme, Webapplikationen für Assetmanagement und Apps und expandiert seine Produkte erfolgreich in den europäischen Markt wie Deutschland.

Aus Unternehmersicht besonders interessant ist die ERP-Lösung (Enterprise-Resource-Planning) von Inkalab. Diese betriebswirtschaftliche Software mit ihren Prozessen und Standards ist vollständig an den peruanischen Markt angepasst und beinhaltet unter anderem Module wie elektronische Rechnungen, Tabellenkalkulationen und elektronische Bücher.


Blockchain soll Katasterwesen vereinfachen

Auch die neuste Technologie Blockchain soll in Peru aktiver eingesetzt und genutzt werden. Peru hat bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID) einen Zuschuss für ein geplantes regionales Entwicklungsvorhaben beantragt. Ziel des Projekts ist die Prüfung, inwieweit die Blockchain-Technologie im Katasterwesen und für Grundbucheintragung verwendet werden kann.

Im Rahmen des Pilotprojektes soll geklärt werden, ob die Blockchain-Technologie geeignet ist, das Problem der Grundbucheintragung zu lösen. Dabei geht es auch um die Klärung rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung der Blockchain-Technologie auf Landtitel und -register sowie um die Definition einer Blockchain-Governance.


 

Solche Initiativen zielen in die richtige Richtung, damit Peru wie in den Branchen Rohstoffe, Tourismus, Schmuck, Textil und Gastronomie auch in der Digitalisierung zu den internationalen Spitzenreitern gehört und so für ausländische Investoren attraktiv bleibt.


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