PERU: Unternehmensgründung – Das müssen Sie wissen

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PERU: Unternehmensgründung – Das müssen Sie wissen

Um eine Unternehmensgründung in Peru erfolgreich zu gestalten, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten. In diesem Beitrag wird auf die wichtigsten Aspekte eingegangen und Sie finden hier wertvolle Tipps für Ihre Unternehmensgründung.

 

Unternehmens- und Rechtsform auswählen
Aufgrund der rechtlichen und kulturellen Gegebenheiten ist es von Vorteil eine Tochtergesellschaft zu gründen.
Dies erleichtert die wirtschaftliche Teilhabe, z.B. Kontoeröffnung und erhöht auch die Vertrauenswürdigkeit aus Sicht der lokalen Bevölkerung.

Bei der eigentlichen Gründung des Unternehmens haben Sie die Möglichkeit selbst zu gründen, wobei hier der peruanische Pass von großem Vorteil ist. Andernfalls müssen Sie diverse Dokumente übersetzen und beglaubigen lassen. In diesem Fall bietet es sich an, die Unternehmensgründung in Peru durch eine lokale Rechtsanwaltskanzlei vornehmen zu lassen und diese dann zu übernehmen. Die beliebteste und auch empfehlenswerteste Rechtsform ist die Aktiengesellschaft, Sociedad Anónima (S.A.) sowie die S.A.C.

Hier geht es zur Registerseite in Peru: Sunarp

 

Den richtigen Standort finden
Für den Unternehmenssitz ist die Hauptstadt Lima zu empfehlen. Die Ansiedlung in einem Stadtteil wie San Isidro, Miraflores oder Surco trägt zu einer positiven Reputation bei.
Alternativ können Sie Ihr Unternehmen auch in Ate oder Callao, in der Nähe des Hafens oder des Flughafens sein. Sollten Sie einen Produktionsstandort suchen, ist der Stadtrand von Lima oder die Provinz zu empfehlen.

 

Welche Leistungen oder Unternehmenseinheiten sollten Sie in Peru ansiedeln

  • Eine eigene Produktion in Peru ist nicht unbedingt nötig.
  • Durch Freihandelsabkommen ist auch der Export nach Peru denkbar.
  • Generell ist es empfehlenswert einen eigenen Vertrieb aufzubauen.
  • Dieser erfordert zwar eine Investition, macht Sie aber unabhängig von lokalen Lieferanten und ist speziell beim Vertrieb von individuellen Lösungen oder geringen Chargengrößen zu empfehlen.
  • Wenn Sie komplexe Maschinen oder andere technische Produkte vertreiben, ist es unbedingt notwendig, eine eigene Serviceeinheit vor Ort aufzubauen.
  • Die Kooperation mit lokalen Unternehmen birgt den Nachteil, dass wertvolles Know-how verloren geht oder andere lokale Aufträge bevorzugt wahrgenommen werden.
  • Darüber hinaus können unterschiedliche Qualitätsstandards zu Problemen führen.

 

Mitarbeiterrekrutierung – Deutsch ist ein Muss
Mit der Unternehmensgründung in Peru ist es noch lange nicht getan, Sie brauchen natürlich auch noch hochqualifizierte MitarbeiterInnen für Schlüsselpositionen.

In Peru gibt es, historisch bedingt, eine Vielzahl an deutschsprachigen EinwohnerInnen. Diese sollten bevorzugt rekrutiert werden, da somit sprachliche Barrieren so gering wie möglich gehalten werden können und gleichzeitig das lokale Know-how optimal genutzt werden kann. Die Rekrutierungsgespräche sollten von Deutschen Verantwortlichen geführt werden, damit kann eine möglichst hohe Übereinstimmung mit der Unternehmenskultur sichergestellt werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass einwandfreies Deutsch und nach Möglichkeit ein längerer Aufenthalt in Deutschland wünschenswerte Voraussetzungen für die Besetzung von Schlüsselpositionen ist.

Bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften zählt natürlich ein anderer Maßstab. Hier sind Absolventen von lokalen Universitäten zu bevorzugen. Generell haben deutsche Unternehmen in Peru eine hohe Reputation. Diese führt oft dazu, dass junge MitarbeiterInnen stolz sind, bei Ihnen zu arbeiten und dies durch höhere Loyalität zeigen. Dadurch sinkt der Turnover und damit die Trainings- und Schulungskosten.

 

Arbeitsweise und Mentalität – Darauf müssen Sie achten
Eine der größten Herausforderungen bei der Gründung eines Unternehmens im Ausland, ist die lokale Mentalität und Arbeitsweise. Hier kann es oft zu Missverständnissen und Konflikten kommen. Auch bei einer Unternehmensgründung in Peru müssen Sie diese Aspekte unbedingt beachten.

 

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Im Allgemeinen unterscheidet sich die Arbeitsweise stark von der deutschen:
1.   Der Fokus ist mehrheitlich kurzfristig, langfristige Aspekte haben nur eine geringe Bedeutung.
2.   Kommunikation muss in Peru blumiger und umschreibender sein.
3.   Direktes Ansprechen von Fehlern gilt als störend und kann Widerstand zur Folge haben.
4.   Darüber hinaus spielt Hierarchie eine große Rolle in Peru.
5.   Dies ist für direkte Arbeitsaufträge zwar von Vorteil, hemmt aber gleichzeitig die Leistung bei kreativen Prozessen.

 

Um den Aufbau optimal zu unterstützen, sollten Sie regelmäßige vor Ort Besuche durch Mitarbeiter aus dem Stammhaus durchführen. Hier können Sie Hilfestellungen zu Messeteilnahmen, dem Verkauf komplexer Produkte, dem Projektmanagement und des Rechnungswesen bieten.

 

Fazit
Freihandelsabkommen machen Peru zu einem guten Zielland für eine Unternehmensgründung. Wie bei jeder Expansion müssen Sie auch hier die lokalen Gegebenheiten und kulturellen Unterschiede berücksichtigen. Um Missverständnisse und Konflikte zu minimieren, empfiehlt es sich, auf einheimisches Personal mit starkem Deutschlandbezug zu setzen. Wenn Sie diese Punkte beachten, steht einer erfolgreichen Unternehmensgründung in Peru nichts im Weg.


Erfolgsstrategien für Peru-Business

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