Wie deutsche Firmen von der kulturellen Vielfalt Perus profitieren!

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Wie deutsche Firmen von der kulturellen Vielfalt Perus profitieren!

Deutsche Firmen in Peru setzen auf interkulturelles Management

Interkulturelles Management – ein Begriff, der in aller Munde ist. Doch woher stammt er und was bedeutet er?

  • Interkulturell“ bedeutet laut Duden „die Beziehung zwischen verschiedenen Kulturen betreffend; verschiedene Kulturen umfassend, verbindend“.
  • Unter dem ursprünglich aus dem angloamerikanischen stammenden Wort „Management“ wird im betriebswirtschaftlichen Kontext die Festlegung von Zielen einer Organisation, die Entwicklung von Strategien zur Zielerreichung und auch die Führung von Mitarbeitern verstanden.

Interkulturelles Management soll demnach zur Verhinderung von Problemen beitragen sowie zur Findung von Lösungen. Ziel ist es, unterschiedliche Werte, Fähigkeiten und Rituale gezielt zum Wohle eines Unternehmens, eines Landes und damit für die Menschen zu nutzen.

 

Internationalisierung führt zu neuen Herausforderungen

Im Zeitalter der Globalisierung werden Unternehmen und deren Mitarbeiter immer häufiger mit anderen Ländern und Kulturen konfrontiert. Doch mit der Andersartigkeit wissen viele nicht umzugehen, weil sie nicht darauf vorbereitet sind. Das kann zu Missverständnissen und Konflikten führen.

  • Die Lösung findet sich im interkulturellen Management, das Akteuren aus unterschiedlichen Kulturkreisen hilft, die Unterschiede wahrzunehmen, ihre Bedeutung abzuschätzen und mit ihnen umzugehen.

Doch auch außerhalb der Geschäftswelt gibt es immer mehr interkulturelle Interaktion. Menschen verschiedener Kulturen kommunizieren über die sozialen Medien, Reisende entdecken neue Länder oder Wirtschaftsflüchtlinge verlassen ihr Land. Ein aktuelles Beispiel aus Peru zeigt die Problematik:

Praxisbeispiel Peru

  • Peru hat beispielsweise in einem Zeitraum von 18 Monaten mehr als 500.000 geflüchtete Venezolaner aufgenommen.
  • Das sind etwa 2% der Bevölkerung Perus.
  • Obwohl beide spanisch sprechen, fast Nachbarn sind und die gleiche Religion haben fühlen sich die Peruaner unwohl und sind den Venezolanern gegenüber mehrheitlich reserviert.
  • Hier gab es kein interkulturelles Management im Land.

 

Die Anforderung an den „Manager“ von heute

  1. In der Wirtschaft sind aber längst nicht alle vom Nutzen des interkulturellen Managements überzeugt. In der Praxis existieren mindestens zwei unterschiedliche Sichtweisen:
  2. Auf der einen Seite sind da die „Universalisten“. Vertreter, die behaupten, dass die gängigen Managementprinzipien eine allgemeine Gültigkeit und Wirksamkeit besitzen und Kultur unabhängig sind.
  3. Ihnen gegenüber stehen die „Kulturrelativisten“. Sie gehen davon aus, dass unterschiedliche Kulturen unterschiedliche Anforderungen an das Management und deren Führungsstil stellen.
Praxisbeispiel Peru

  • Ein deutscher Manager ist es gewohnt, Verantwortung an Mitarbeiter zu delegieren. In Peru funktioniert das nicht. Die Mitarbeiter geben die Verantwortung wieder an den Chef zurück, bei jeder Entscheidung werden sie fragen, ob diese richtig ist. Peruaner sind es sich nicht gewohnt, proaktiv zu sein und mitzudenken sondern führen aus, was man ihnen aufträgt.
  • Ein Manager muss sich daher mit den Besonderheiten der jeweiligen Kultur beschäftigen und eine hohe interkulturelle Kompetenz besitzen.

 

Führungskräfte von heute brauchen interkulturelle Kompetenz

  1. Um interkulturelles Management erfolgreich umsetzen zu können, braucht es also Führungskräfte mit interkultureller Kompetenz. Personen, die die Fähigkeit besitzen, effektiv und lösungsorientiert mit Menschen zusammenzuarbeiten, die andere kulturelle Hintergründe mitbringen.
  2. Im Zentrum stehen dabei emotionale Kompetenz und interkulturelle Sensibilität.
  3. Es braucht die Offenheit Vorurteile abzulegen und die Bereitschaft Neues zu erlernen.

 

Interkulturelle Teams sind erfolgreicher

  • Führungskräfte tun gut daran, ihre Mitarbeiter ihren Stärken entsprechend einzusetzen, ihren Respekt gegenüber anderen Kulturen zu sensibilisieren und die Kommunikationskompetenzen, Wahrnehmung und Intuition zu fördern. Denn Unterschiedlichkeit wird heutzutage als Wettbewerbsvorteil für Unternehmen angesehen.
  • Interkulturelle Teams gehen Problemstellungen aus einer anderen Perspektive an und kommen auf kreativere Lösungen, da sie auf unterschiedliche Denkansätze und ein breiteres Wissen zurückgreifen können. Interkulturelle Teams werden aller Wahrscheinlichkeit nach erfolgreicher sein als homogene.
Praxisbeispiel Peru

  • Peruanische Firmen zeichnen sich durch eine außerordentliche Anpassungsfähigkeit an ihr jeweiliges Umfeld und durch eine hohe Erfinderkraft aus.
  • Das rasche Nachahmen erfolgreicher Geschäftsmodelle zeichnet sie aus.

 

Wo kann interkulturelles Management eingesetzt werden?

Grundsätzlich findet interkulturelles Management immer dann statt, wenn zwei oder mehr Kulturen aufeinandertreffen und miteinander zu tun haben. Im öffentlichen Sektor passiert dies auf Ebene der Regierung, Kommune, Universität oder Institution. Bei Unternehmen gewinnt interkulturelles Management an Relevanz, wenn Tochtergesellschaften im Ausland bestehen oder beim Import und Export von Produkten.

 

Wieso entstehen interkulturelle Konflikte?

Nicht die Kulturen sind im Konflikt, es sind immer nur die Menschen, die Konflikte haben.“ (Dr. Daniela Molzbichler, Autorin, Österreich)

Einer der wichtigsten Auslöser von Konflikten ist die Kommunikation. Es ist ein Unterschied ob die Gesprächspartner direkt zum Punkt kommen um ein „nein“ aussprechen oder ob sie weit ausholen und erst eine Geschichte erzählen, um am Schluss ein „Nein“ zu formulieren. Erschwerend kommt hinzu, dass es Unterschiede in den Wahrnehmungskanälen der Menschen verschiedener Kulturen gibt.

Praxisbeispiel Peru

  • Während Deutsche stärker visuell oder auditiv geprägt sind, sind Peruaner sehr kinästhetisch und damit „anfassend“.
  • Die Bewertung einer erhaltenen Information basiert dann auf den Werten und Glaubenssätzen einer jeder Kultur und ist ein weiterer Grund für die Entstehung von Konflikten.
  • Das danach entstandene Gefühl wird von Deutschen meist zurückhaltender ausgedrückt als von Peruanern.

 

Interkulturelles Management garantiert Wettbewerbsvorteil

Wer langfristig im internationalen Umfeld erfolgreich sein will, kommt am interkulturellen Management nicht vorbei.

  1. Firmen sollten sich fragen, wie sie kulturelle Unterschiede am produktivsten für sich nutzen und von der Vielseitigkeit ihrer Mitarbeiter profitieren.
  2. Mit entsprechender Schulung und Sensibilisierung wird eine Firma mit interkulturellen Teams oder Abteilungen erfolgreicher sein als die Mitbewerber.
  3. Dafür kann auf das Wissen und die Erfahrung von Beratern, Trainern oder Coaches zurückgegriffen werden.

 

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